Ebola: Epidemie in Westafrika offenbar auf Rückmarsch

16. Jänner 2015, 08:29
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UN-Sonderbeauftragter: Maßnahmen zeigen Wirkung

Freetown/Conakry/Monrovia - Die Vereinten Nationen haben sich vorsichtig optimistisch zur Entwicklung der Ebola-Epidemie in Westafrika geäußert. Es sehe so aus, als ob die Krankheit langsam auf dem Rückmarsch sei, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Ebola, David Nabarro, in einem Reuters-Interview am Donnerstag. Die Maßnahmen, die zur Bekämpfung ergriffen wurden, zeigen Wirkung.

Überall gebe es mittlerweile Einrichtungen zur Behandlung von Erkrankten, erzählte Nabarro weiter. Bestattungen von verstorbenen Ebola-Patienten würden in einer "sicheren und würdigen" Art und Weise vorgenommen. "Das Ergebnis ist, dass wir den Anfang einer Verlangsamung des Ausbruchs sehen."

Liberias Regierung gab sich zuversichtlich, dass das besonders stark betroffenen Land bis Ende Februar vollständig Ebola-frei sein könnte. Das Gesundheitsministerium verwies auf einen starken Rückgang von Krankheitsfällen. Auch in Sierra Leone und in Guinea machten die Behörden Fortschritte aus.

8.400 Tote

Mehr als 8.400 Menschen starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher an Ebola in den drei Ländern. Etwa 21.200 haben sich infiziert, seit die Krankheit erstmals vor knapp einem Jahr im März registriert worden war. (APA/Reuters, 16.1.2015)

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