Chinesischer Taxidienst Kuaidi Dache sammelte 600 Millionen Dollar ein

15. Jänner 2015, 16:57
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200 Millionen Nutzer in über 350 Städten - Investoren aus China, Japan und USA

Der chinesische Taxidienst Kuaidi Dache hat 600 Mio. Dollar (512,5 Mio. Euro) bei Investoren eingesammelt und will sich damit gegen die stärker werdende Konkurrenz behaupten. Zu den Investoren gehören der chinesische Internetriese Alibaba, der japanische Telekommunikationskonzern Softbank und der US-Fonds Tiger Global Management, wie Kuaidi Dache am Donnerstag mitteilte.

Einheimische Konkurrenz - und Uber

Mit der Smartphone-App des Unternehmens können Nutzer ein Taxi reservieren, auf ihrem Bildschirm verfolgen, wo es gerade ist, und die Taxi-Rechnung online bezahlen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen rund 200 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 350 Städten. Starker Konkurrent ist der Dienst Didi Dache, ebenfalls aus China. In den Markt drängt auch der US-Fahrdienst Uber.

Kuaidi Dache hat laut dem Marktforschungsunternehmen Analysis International einen Marktanteil von rund 54 Prozent, Didi Dache von knapp 45 Prozent. An Didi Dache ist Alibaba-Konkurrent Tencent beteiligt. Der Internetkonzern Baidu investierte in Uber, wie er im Dezember bekanntgegeben hatte. Uber bietet seit Sommer 2013 einen Fahrdienst mit Chauffeur in China an. Vermittlungen von Fahrten in Privatautos, die Uber ebenfalls offeriert, verboten die chinesischen Behörden Medienberichten zufolge.

Kontroverse

Manche Städte versuchten auch, den Taxi-Dienst per App zu verbieten, da er die Fahrer ablenke und somit ein Sicherheitsrisiko darstelle. In mehreren Städten hatten in den vergangenen Tagen Taxifahrer gestreikt, die gegen die Konkurrenz durch Privatautos und Mietwagen protestierten.

Die staatliche Zeitung "China Daily" forderte am Donnerstag allerdings ein "Ende des staatlichen Monopols" in der Taxibranche. Es sei "klar", dass die Kunden die bequeme Möglichkeit der Apps vorzögen. (APA, 15.01.2015)

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