Alabas Comeback und Träume

15. Jänner 2015, 16:18
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Wiener trainiert voll: "Wenn man zwei Monate nicht Fußball spielen kann, dann merkt man erst, wie sehr man diese Sportart liebt"

Doha - Wenn man schon in Doha ist, dann kann man natürlich auch im Hotel The Grand Heritage vorbeischauen. Es ist Teil der sogenannten Aspire Zone, die Katars Emir im Westen der Metropole errichten ließ, eines riesigen Sportkomplexes mit Hotels, einem kleinen Fußballstadion, Trainingsplätzen et cetera. Im Grand Heritage hat der FC Bayern München Quartier bezogen, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten, und auf dem Fußballplatz unmittelbar hinter dem Hotel ist David Alaba nach zweimonatiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Die Bayern üben ein- bis zweimal täglich, am frühen Nachmittag gibt es stets einen Pressetermin, schließlich sind nicht weniger als 65 Journalisten mit dem deutschen Rekordmeister mitgereist.

Am Donnerstag war Alaba an der Reihe. Sein rechtes Knie ist wieder wie früher belastbar, er fühle sich bestens. "Wenn man zwei Monate nicht Fußball spielen kann, dann merkt man erst, wie sehr man diese Sportart liebt." Der Wiener will "so schnell wie möglich" wieder spielen, vielleicht schon am Samstag beim saudi-arabischen Rekordmeister Al-Hilal, den die Bayern quasi auf dem Heimweg besuchen.

Ein spannendes Jahr

Auf Alaba kommt ein interessantes Jahr zu, die Bayern wollen drei Titel holen, Österreich will sich für die EM 2016 qualifizieren. "Lauter große Träume", sagt er. Ob es Druck von ihm genommen habe, dass Österreich auch ohne ihn gegen Russland reüssierte? "Ich hab's nie so gesehen, dass das Team von mir abhängig ist. Ich war mir sicher, dass die anderen ohne mich bestehen."

Einer der 65 FC-Bayern-Journalisten wollte von Alaba wissen, auf welcher Position er sich am wohlsten fühlt. "Ich fühl mich am wohlsten auf dem Platz", sagte er. Ein anderer der 65 erkundigte sich nach Alabas Meinung zum neuerdings bartlosen Auftreten von Franck Ribéry. "Franck sieht nicht mehr so gefährlich aus", sagte Alaba, "aber süß." (Fritz Neumann aus Doha, DER STANDARD, 16.1.2015)

  • Fanbegierde Alaba.
    apa/epa/hoppe

    Fanbegierde Alaba.

  • Riberybegierde Alaba.
    apa/epa/hoppe

    Riberybegierde Alaba.

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