Strache will Existenz von Chemtrails "nicht beurteilen"

15. Jänner 2015, 14:57
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FPÖ-Chef zu Verschwörungstheorien: Manches, was als Theorie abgetan wird, ist gelebte Praxis

Wien - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will nicht beurteilen, ob sogenannte "Chemtrails" - laut Verschwörungstheoretikern die (geheime) Ausbringung von Chemikalien in der Atmosphäre via Flugzeugen zu unterschiedlichen Zwecken - tatsächlich existieren. "Das kann ich nicht beurteilen", sagte Strache in Interview mit "News" auf die Frage, ob er nicht wisse, ob es diese tatsächlich gebe.

In der Vergangenheit hatte die FPÖ auch parlamentarische Anfragen zu diesem Thema gestellt, etwa in den Jahren 2012 und 2013 an das Verteidigungs- bzw. Umweltministerium. Gefragt, ob er an die Existenz derartiger "Chemtrails" glaube, sagte Strache: "Das ist keine Glaubensfrage. Das ist ein Bereich, wo manche diese Dinge kritisch hinterfragen." Abgesehen von den Chemtrails, deren Ausbringung laut Theorien etwa zur Beeinflussung des Wetters, zur Reduzierung des Bevölkerungswachstums oder auch für militärische Zwecke dienen sollen, höre er aber "immer wieder von anderen Dingen. Beispielsweise beim Klimawandel, bei dem Wissenschaftler zuletzt wieder zu völlig anderen Schlussfolgerungen als den heute üblichen kamen."

Theorie und Praxis

Im "News"-Interview damit konfrontiert, dass er auf seiner Facebook-Seite auffallend oft Verschwörungstheorien verbreite, sagte Strache, manches, "was als Theorie abgetan wird, ist gelebte Praxis". Als Beispiel nannte er die Bilderberger-Treffen; bei dem kommenden sei ja auch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) eingeladen, betonte der FPÖ-Chef. "Die Frage stellt sich, wie es sein kann, dass es ein großes Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gibt, bei dem alle politischen Entscheidungsträger zusammenkommen. Ist das eine Befehlsausgabe? Warum lebt man da keine Transparenz?"

Verwunderung hinsichtlich seiner Beschäftigung mit Verschwörungstheorien versteht Strache nicht: "Ich glaube, dass es mächtige Einflusssphären, Geheimdienste und kapitalkräftige Konzerne gibt, die versuchen, sich abzusprechen. Was ist daran so abwegig?" (APA, 15.1.2014)

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