Kärntner FPÖ-Chef will Asylwerberheim auf Saualm wiedereröffnen

15. Jänner 2015, 13:54
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Flüchtlinge in Gemeinden machen Bevölkerung laut Ragger "mehr als aggressiv" – Abfuhr für Saualm-Idee vom Land

Kärntens FPÖ-Chef Christian Ragger möchte das 2012 geschlossene Asylwerberheim auf der Saualm reaktivieren. Anders als der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider will Ragger dort aber nicht explizit "mutmaßlich straffällig gewordene Asylwerber" unterbringen. Ihm geht es darum, keine Heime in kleinen Gemeinden mehr aufzumachen, weil das Aggressionen in der Bevölkerung schüre.

Sozialer Konflikt

"Die Leute sind es überdrüssig, dass man ihnen 50 Asylanten vor die Türe setzt", sagte Ragger am Donnerstag. "Die Leute werden schon mehr als aggressiv." Dieses Problem hätte man auf der Saualm nicht. "Dort ist gar keiner, dort hast du keinen sozialen Konflikt." Die Asylpolitik der vergangenen Jahre war für Ragger "verfehlt". Unter seinem Parteifreund Gerhard Dörfler als Flüchtlingsreferent wurde das Heim 2012 wegen diverser Vorwürfe und Anzeigen gegen die Betreiberin geschlossen. "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich das Heim nie geschlossen sondern einen anderen Betreiber gesucht."

Nein von Flüchtlingsbeauftragter

Jetzt will Ragger das Heim aber von der früheren Betreiberin wieder eröffnen lassen. Dieser gehört die Liegenschaft nämlich. Die Frau versucht zwar, die Immobilie um 1,9 Mio. Euro zu verkaufen - bezahlt hatte sie laut Medienberichten einen Bruchteil - bisher dürfte sie aber keinen Käufer gefunden haben. Bei der Gemeinde ist jedenfalls noch kein Änderungsantrag für das Grundbuch eingegangen.

Ein klares Nein gab es von der Flüchtlingsbeauftragten des Landes Kärnten, Barbara Payer, für Raggers Vorschlag. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Besitzerin wieder einen Vertrag für das Heim auf der Saualm bekomme. (APA 15.1.2015)

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