Österreicher sind in Urlaubsstimmung

15. Jänner 2015, 12:40
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Laut Verkehrsbüro-Chef sind die Buchungen für 2015 bisher um zwei bis drei Prozent über dem Vorjahresniveau

Wien - Die Österreicher sehnen sich verstärkt nach Urlaub. "Die Buchungen, die bisher bereits getätigt worden sind, sind sehr gut angelaufen - wir sind um 2 bis 3 Prozent besser als im Vorjahr", sagte der Generaldirektor des größten heimischen Tourismuskonzerns Verkehrsbüro Group, Harald Nograsek, am Donnerstag auf der Ferien-Messe in Wien zur APA. "Wir sind sehr zuversichtlich für 2015."

Die Reisefreudigkeit habe jedenfalls weiter zugenommen, sagte der Verkehrsbüro-Chef und verwies auf eine Karmasin-Umfrage, die im Auftrag seines Hauses durchgeführt wurde. Demnach planen heuer 90 Prozent der Befragten zu verreisen - im Vorjahr waren es 88 Prozent, vor zwei Jahren 77 Prozent. "Das heißt, die Stimmung bei den Leuten ist ganz gut - Urlaub machen ist ein Bestandteil der Lebenskultur", freut sich der Touristiker.

Die verstärkte Nachfrage macht den Urlaub aber nicht teurer: "Die Preise bleiben auf Vorjahresniveau - außer bei Destinationen mit Dollar-Preis; dorthin kosten Reisen um durchschnittlich 3 Prozent mehr", so Verkehrsbüro-Vorstandsdirektor Martin Bachlechner.

Gleiches Budget

Das Urlaubsbudget der Österreicher sei heuer gegenüber dem Vorjahr ohnehin "eigentlich gleich geblieben", so Nograsek. Mehr als die Hälfte verfügt 2015 über ein ähnliches Urlaubsbudget wie 2014, 29 Prozent haben mehr Geld zur Verfügung, 16 Prozent müssen sparsamer sein. Heuer gibt der Österreicher für seine Reisen im Durchschnitt insgesamt etwa 1.278 Euro aus, errechnete das Verkehrsbüro.

"Ein positiver Faktor ist, dass auch die Reisehäufigkeit zunimmt", so der Chef des Tourismuskonzerns, zu dem unter anderem die Austria Trend Hotels und die Ruefa-Reisebüros gehören. Fast 50 Prozent der Befragten wollen heuer ein- bis zweimal pro Jahr verreisen, 30 Prozent drei- bis viermal. Der Trend gehe dabei vor allem in Richtung Städtereisen. Die gefragtesten Destinationen sind 2015 Berlin, London und Rom - dicht gefolgt von Hamburg und Barcelona.

"Da wird auch wirklich Geld ausgegeben - etwa für eine schöne Unterkunft", sagte Meinungsforscherin Helene Karmasin zur APA. 45 Prozent buchen für ihre Städtereise Hotels in der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie, 26 Prozent entscheiden sich für Bed & Breakfast und 23 Prozent für ein Low-Budget-Haus. Ein Großteil (38 Prozent) gibt dabei für eine Übernachtung im Schnitt 51 bis 80 Euro pro Person aus, 25 Prozent 30 bis 50 Euro und 20 Prozent 81 bis 120 Euro.

In Europa bleiben

Generell wollen der Umfrage zufolge 81 Prozent heuer nicht allzu weit wegfahren, also vor allem in Europa bleiben. Ganz oben auf der Wunschliste steht Österreich - dahinter rangieren Italien, dann gleichauf Deutschland und die Schweiz vor Kroatien, Spanien bzw. die Kanarischen Inseln sowie ebenfalls gleichauf Griechenland und England/Irland/Schottland. Die Hälfte der Befragten kann sich auch für ein Fernreiseziel erwärmen. Am beliebtesten sind hier die USA, deutlich vor Thailand, den Malediven, Sri Lanka und der Dominikanischen Republik.

"Das Bedürfnis nach Urlaub steigt, je mehr der soziale Druck auf die Menschen steigt", so Karmasin. Der Wunsch Urlaub zu machen, habe dieses Jahr nochmals zugenommen. Die Menschen wollen "eine Gegenwelt erleben und alles hinter sich lassen". Das korreliere mit dem Motiv "totale Entspannung" - auch bei den Jungen, den bis 30-Jährigen. In dieser Gruppe sei das neu. (APA, 15.1.2015)

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    foto: oberösterreich tourismus/hochhau

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