Smog schnürt Pekingern den Atem ab

Ansichtssache15. Jänner 2015, 12:39
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Die Belastung mit Feinstaub übersteigt das Zwanzigfache des WHO-Grenzwerts

Peking - Der schlimmste Smog dieses Winters hat den Pekingern den Atem abgeschnürt. Die Belastung mit dem besonders gefährlichen Feinstaub überstieg am Donnerstag das Zwanzigfache des Grenzwerts der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Behörden warnten die etwa 20 Millionen Einwohner der chinesischen Hauptstadt vor "schwerer Luftverschmutzung". Kinder und alte Leute sollten nicht vor die Tür gehen. Wer unbedingt raus müsse, solle eine Atemschutzmaske tragen. Empfohlen wurde, die Fenster zu schließen und Luftfilter einzuschalten.

Der Index der US-Botschaft für die tückischen Feinpartikel, die ins Blut übergehen und Krebs auslösen können, erreichte "gefährliche" 546 Punkte. Selbst die meist niedriger liegenden offiziellen chinesischen Messungen zeigten 387 Punkte bei dem Feinstaub, der kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) ist. Die WHO empfiehlt 25 als Grenzwert, was zum Beispiel in vielen westlichen Großstädten nur selten erreicht wird.

Die Sichtweite in der chinesischen Hauptstadt lag bei wenigen hundert Metern. Trotz der Spitzenbelastungen gab es allerdings keinerlei Fahrverbote oder Fabrikschließungen. In den vergangenen Wochen waren schon häufig Werte von 200 bis 300 erreicht worden. (APA, 15.1.2015)

foto: reuters/kim kyung-hoon
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