Bangkok: Marodes Einkaufszentrum als skurriler Fischteich

Ansichtssache16. Jänner 2015, 09:00
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Tausende Barsche, Welse und Kois werden aus mit Regenwasser gefüllter Ruine eingesammelt - Leerstand soll abgerissen werden

Bangkok/Wien - Auf etwa 500 Quadratmeter Grundfläche lebten in einem mit Regenwasser gefüllten ehemaligen Einkaufszentrum in Bangkok tausende Karpfen, Barsche, Welse, Kois und Tilapias. 15 Jahre lang war das "New World" in der thailändischen Hauptstadt in Betrieb, bevor bekannt wurde, dass während seiner Errichtung gegen Bauvorschriften verstoßen worden war. Das elfstöckige Haus wurde 1997 geräumt und teilweise abgerissen. 1999 setzte ein Brand der maroden Bausubstanz noch weiter zu.

Mit der Zeit wurde die Ruine zu einem feuchten und sumpfigen Biotop, also einem idealen Lebensort für Stechmücken. Um der Moskitoplage Herr zu werden, setzten Anrainer und Inhaber umliegender Geschäfte Fische aus, die die Larven fressen sollten. Die Fische vermehrten sich zwischen den einstürzenden Rolltreppen und einstigen Schaufensterauslagen rasch - aus dem ehemaligen Konsumtempel wurde ein riesiger Fischteich. Neugierigen wurde am Zugang zum skurrilen Aquarium Fischfutter zum Kauf angeboten, obwohl die Behörden ein Fütterungsverbot ausgesprochen hatten.

Nun soll das baufällige Gebäude abgerissen werden. Seine Bewohner werden deshalb von Mitarbeitern der städtischen Verwaltungsbehörde mit Netzen und in Kübeln eingesammelt und umgesiedelt. Das Wasser wird abgepumpt. (cmi, DER STANDARD, 16.1.2015)

foto: reuters/chaiwat subprasom
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