Falscher Bombenalarm in Niki-Maschine: Flieger in Wien gelandet

15. Jänner 2015, 12:57
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Fünf Passagiere verzichteten auf Flug - Slowene nach Scherzdrohung verhaftet

Rom - Die Maschine der Fluglinie Niki, die am Mittwochabend wegen eines falschen Bombenalarms auf dem Flughafen Rom Fiumicino nicht nach Wien abfliegen konnte, ist um 9.30 Uhr von der italienischen Hauptstadt abgeflogen. Die Maschine landete in Schwechat nach Plan. Fünf Passagiere, die am Mittwochabend an Bord der Niki-Maschine waren, verzichteten auf die Reise.

Die 82 Passagiere, die am Mittwochabend in Richtung Wien abfliegen wollten, mussten die Nacht in Hotels in Rom verbringen. "Wir haben es bevorzugt, die Maschine am Mittwochabend nach Ende des Alarms nicht starten zu lassen, um gründlichste Kontrollen durchführen zu können. Wir haben auch Spürhunde auf der Suche nach Sprengkörpern eingesetzt. Das ganze Flughafen und alle Gepäckstücke wurden kontrolliert", betonte Polizeisprecher Antonio Del Greco nach Angaben italienischer Medien.

Slowene drohte mit Bombe

Die mögliche Bombendrohung eines Passagiers der Fluglinie Niki auf dem römischen Flughafen Fiumicino hat Mittwochabend für Behinderungen im Flugverkehr gesorgt. Ein Mann aus Slowenien soll vor dem Start des Fluges HG 8471 Richtung Wien mit einer Bombe im Gepäck gedroht haben und wurde daraufhin verhaftet. Die Passagiere mussten die Maschine verlassen, der Flugverkehr wurde vorübergehend geschlossen.

Einer Meldung der Tageszeitung "Repubblica" zufolge soll ein Passagier einen Schrittzähler in der Hand gehabt haben, sein Sitznachbar erkundigte sich nach dem Gerät und erhielt zur Antwort, es sei eine Fernbedienung für eine Bombe im Gepäck. Der slowenische Ingenieur soll sich selbst als Araber bezeichnet haben.

Das Flugzeug wurde auf eine abgelegene Piste unweit des Terminals 3 gebracht und von Polizeieinheiten umringt. Sie überzeugten den Slowenen, die Passagiere und die Crewmitglieder aussteigen zu lassen. Sprengstoffexperten durchsuchten alle Gepäckstücke und die Passagiere, laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA jedoch ohne Ergebnis. Der Slowene wurde festgenommen und lange befragt. Er behauptete in gebrochenem Englisch, dass er missverstanden worden sei.

Der Mann ist von der italienischen Polizei angezeigt worden. Ihm drohen sechs Monate Haft und eine Geldstrafe. Der 48-Jährige wird sich vor einem römischen Gericht verantworten müssen.

Flug gecancelt

Wegen des Bombenalarms wurde der ursprünglich für 19.40 Uhr geplante Wien-Flug gecancelt und auf Donnerstag verschoben. Die 82 Passagiere wurden in Hotels untergebracht. Ein Dutzend von ihnen beschloss, auf die Rückreise zu verzichten, berichtete ANSA.

Drei Flugzeuge, die bereits im Landeanflug waren, mussten auf den kleineren Flughafen Rom-Ciampino umgeleitet werden, da die Piste wegen des Bombenalarms gesperrt war. Mehrere Flüge konnten nur mit großer Verspätung starten. Erst um 23.10 Uhr gaben die Flughafenbehörden Entwarnung. Die Lage auf dem Flughafen normalisiere sich allmählich, berichtete ein Flughafensprecher. (vos, APA, 14.1.2015)

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