Nach "Charlie Hebdo"-Attentat: 200 Vorfälle an Schulen

14. Jänner 2015, 18:12
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Schweigeminuten gestört und Terrorismus verherrlicht

Paris - Seit der islamistischen Anschlagsserie in Frankreich haben sich in den Schulen des Landes 200 Vorfälle ereignet, bei denen unter anderem die Schweigeminute für die 17 Todesopfer gestört wurde. 40 dieser Vorfälle seien der Polizei oder Justiz gemeldet worden, sagte Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem am Mittwoch. Sie sprach von "vielen, schweren" Vorfällen während der Schweigeminute am vergangenen Donnerstag. Auch in den Tagen danach hätten sich etwa hundert Vorfällen ereignet, manche seien eine "Verherrlichung des Terrorismus" gewesen.

Staat will Werte stärker in Schulen vermitteln

Gemeldet wurden nach Angaben des Bildungsministeriums nur die Vorfälle, die nicht in der Klasse selbst geregelt werden konnten. Die Zahlen gäben daher kein umfassendes Bild "all der Schwierigkeiten", mit denen Lehrer und Schulleiter im Zusammenhang mit den Anschlägen zu kämpfen hatten.

Die Regierung will die Schulen stärker in die Pflicht nehmen, um Grundwerte des Staates wie die Meinungsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche zu vermitteln. (APA, 14.1.2015)

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