Luxusbranche funkelte 2014 nicht ganz so hell

14. Jänner 2015, 17:22
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Super-Yachting boomte, Mode stagnierte

London/Wien - Das auf das Luxussegment spezialisierte Beratungsunternehmen Wealth-X hat den Geschäftsgang im Krisenjahr 2014 untersucht. Und zwar von solchen Branchen, die ihre Geschäfte vornehmlich mit Reich & Schön machen. Demnach funkelte 2014 nicht alles: Während das Geschäft mit Luxusimmobilien in den USA weiter wuchs und das Chartern von extrem großen, luxuriösen Super-Yachten insbesondere in Spanien ein gutes Geschäft war, gingen die Verkäufe von typischen High-End-Marken im Bereich Uhren, Schmuck und Mode zurück.

Das weltweite Umsatzwachstum der bisher extrem erfolgsverwöhnten Branchen ging im Vorjahr auf noch immer ansehnliche fünf Prozent zurück - nach sieben Prozent im Jahr 2013. Etwa 223 Milliarden Euro wurden mit den Verkäufen von Luxusartikeln rund um den Globus gemacht, so die Managementberater von Bain & Co. Erstmals bremsten sich auch die Geschäfte in China ein. Bisher waren die Reichen im Land der Mitte die Spitzenreiter bei der Nachfrage nach diversen Luxusgütern. Das spürten die großen Marken wie Gucci, Louis Vuitton und Hermès, schreibt Wealth-X. Weiteres Wachstum, aber nicht mehr auf dem ganz hohen Niveau der Vergangenheit, wird für heuer erwartet.

Immobilien fast auf Vorkrisenniveau

Im Bereich Luxusimmobilien ist von einer Krise aber bereits jetzt nichts mehr zu spüren. Der Markt ist auf dem besten Weg, sich auf Vorkrisenniveau einzupendeln. Zwar war es in London im Vorjahr noch eher kühl für Superwohnungen und -häuser, doch war dies jenseits des Atlantiks anders. In New York, Miami und Los Angeles wurden laut Wealth-X neue Rekordpreise beim Verkauf von Immobilien gezahlt. Da auch viel gebaut und entwickelt wird, dürfte heuer viel auf den Markt kommen: Käufer sollten 2015 einen kühl Kopf bewahren und das große Angebot für sich nutzen, empfehlen die Berater.

Auch bei Super-Yachten - sowohl im Charter als auch beim Kauf - war das Jahr 2014 von starker Erholung gekennzeichnet. In Spanien wurden bürokratischen Hürden für alle Yachten mit EU-Flagge erleichtert, sodass sich Spanien als starke "Cruising Destination" etabliere. Ganz klar versuche man, den Yachthäfen in Südfrankreich Konkurrenz zu machen. Ähnliche Wege gingen Kroatien, Griechenland und die Türkei. (ruz, DER STANDARD, 15.1.2015)

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