Austria und RB Leipzig fixieren Damari-Wechsel

14. Jänner 2015, 13:44
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Vertrag über dreieinhalb Jahre bei deutschem Zweitligisten - Zulechner zu medizinischen Tests in Wien

Nach nur einem halben Jahr im violetten Trikot zieht Omer Damari zum ambitionierten deutschen Zweitligisten RB Leipzig weiter. Wie die Wiener Austria am Mittwochmittag bekanntgab, einigte sie sich mit der Red-Bull-Dependance auf eine Ablösesumme für ihren Topangreifer. Der Wechsel galt bereits seit Tagen als fix. Die Austria war auf der Suche nach einem Nachfolger deshalb nicht untätig.

Wie der Bundesliga-Sechste am Vortag vermeldete, hat Philipp Zulechner bereits medizinische Tests in Favoriten absolviert. Der einmalige ÖFB-Teamstürmer mit Austria-Vergangenheit bekam vom SC Freiburg die Erlaubnis, nach Wien zu reisen. Die Freiburger wollen den im vergangenen Jahr mit gesundheitlichen Problemen kämpfenden Zulechner – der Ex-Grödiger kam in dieser Saison in der deutschen Bundesliga nur auf 19 Spielminuten – gerne verleihen. Am Mittwoch sollte der 24-Jährige weiter getestet werden.

Schnelle Wertsteigerung

Damari kam als Nachfolger des nach Frankreich abgewanderten Philipp Hosiner Ende Juli von Hapoel Tel Aviv nach Wien. 1,2 Millionen Euro kostete der 25-jährige Israeli damals, die Austria finanzierte den Kauf mithilfe eines Gönners. Dieser ist auch am Verkauf mitbeteiligt. Dem Vernehmen nach soll die Austria nun sechs Millionen Euro für Damari erhalten und bei einem Aufstieg von Leipzig ins Oberhaus eine weitere Million kassieren.

AG-Vorstand Markus Kraetschmer sprach von einem "aus wirtschaftlicher Sicht sehr interessanten und attraktiven Angebot". Damari wäre bei den Violetten noch bis Sommer 2018 unter Vertrag gestanden. Bei Leipzig erhielt er nun einen ebenfalls bis 2018 gültigen Dreieinhalbjahresvertrag.

Torgaranten verloren

Die Austria verliert auf alle Fälle ihre personifizierte Torgarantie. Damari traf in 15 Pflichtspielen für den Verein zehnmal, ehe ihn Anfang Dezember das Pfeiffersche Drüsenfieber außer Gefecht setzte. Die Erkrankung hat der 14-fache israelische Internationale anscheinend überwunden. Davon machte sich Leipzig bei genauen medizinischen Tests ein Bild. Der Transfer war auch ein Wunsch des Profis.

Leipzig will mit dem Angreifer ein weiteres Mosaiksteinchen zum Aufstieg gefunden haben. Als Tabellensiebenter liegen die Rasenballer in der zweiten deutschen Bundesliga vier Punkte hinter einem Aufstiegsrang. "Wir freuen uns, dass wir mit Omer Damari einen dynamischen und sehr torgefährlichen Spieler verpflichten konnten, der unsere Qualität im Offensivbereich noch einmal erhöht. Er hat durch seine Abschlussstärke auf sich aufmerksam gemacht und diese nicht nur in der österreichischen Liga gezeigt", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick.

So machte Damari auch in der Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich auf sich aufmerksam. Er hält nach drei Spielen bei sechs Toren. Austria-Vorstand Kraetschmer war sich der Lage bewusst: "Es ist nunmehr unsere Aufgabe, Omers Position schnellstmöglich und mit entsprechender Qualität nachzubesetzen, wiewohl wir wissen, dass das keine leichte Aufgabe ist." (APA, 14.1.2015)

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