Tops und Flops 2014: Hallo und ciao, ciao

14. Jänner 2015, 16:32
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Die Zulassungsstatistik sah einen Abverkaufskönig und ein Wiedererstarken der Franzosen

Auch wenn viele darauf gewettet hätten, dass der VW Golf auch 2014 wieder das meistverkaufte Auto in Österreich sein wird, auf eines hätten nur wenige viel Geld gesetzt: nämlich dass in einem stagnierenden Markt noch mehr Golf verkauft werden als im Jahr zuvor. Um mehr als 10.000 Fahrzeuge schrumpfte der Markt 2014. Und während Volkswagen dank Polo und Golf seinen Spitzenplatz behaupten konnte, preschte eine andere Marke einmal durch die Zulassungsstatistik und holte sich einen Platz auf dem Stockerl: Opel.

Vor allem der Corsa legte an Stückzahlen zu. Das war wohl nicht ganz unvorhersehbar. Die alten Bestände mussten raus, bevor der neue Corsa kommt. Gleichzeitig verkaufte sich der Mokka recht gut. Nur der Adam, der wollte so gar nicht seinen Platz am Markt finden. Seltsam.

Mazda und Mitsubishi halten Stellung

Bleiben wir gleich bei der verwunderlichen Stimmung und werfen einen Blick auf die Japaner. Und wir sehen: Bis auf Mazda und Mitsubishi verlieren alle stark an Marktanteilen: Toyota verkauft bei uns um fast 20 Prozent weniger Autos, Nissan um fast 30 Prozent, bei Suzuki sind es fast 15 Prozent weniger. Nur Mitsubishi legt mit einem Plus von mehr als neun Prozent kräftig zu, und Mazda hält die Stellung als führender Japaner in Österreich.

Auch die erfolgreicheren Koreaner Hyundai und Konzernbruder Kia müssen 2014 ein Minus hinnehmen – obwohl der Hyundai i 20 nach dem Polo der meistverkaufte Kleinwagen ist. Erst danach folgen Ibiza, Clio und Corsa. Der ix35 ist nach dem Tiguan der beliebteste SUV 2014.

BMW weiterhin stark

Ganz vorn mischen neben VW und Hyundai vor allem Škoda, Ford, Audi, Renault, Seat, Mercedes und BMW mit.

Letztere konnten ihren Marktanteil erhöhen und verkauften 2014 mehr Autos als noch im Jahr zuvor. Dabei startet der BMW 2er Active Tourer erst jetzt richtig durch.

Franzosen im Aufwind

Eine Erholung zeichnet sich bei den Franzosen ab. Nur Renault hat ein kleines Minus in der Zulassungsstatistik im Vergleich zum Vorjahr, Peugeot, Citroën, und vor allem Dacia legen aber zu.

Anders sieht die Sache bei den Italienern aus. Fiat verliert etwas, Alfa Romeo schafft bei den Zulassungen erst gegen Jahresende den Sprung über die 1000er-Marke, und von Lancia müssen wir uns ganz verabschieden.

Bei den Exoten hat Caterham 2014 um zwei Stück mehr verkauft als im Jahr zuvor – insgesamt sind das zwei Autos. Einen leichten Rückgang gibt es bei Ferrari, KTM, Aston Martin und Morgan. Lamborghini, McLaren, Lotus und Lada legen zu. (Guido Gluschitsch, DER STANDARD Rondomobil, 15.1.2014)

  • Der 2015er-Jahrgang des Opel Corsa. Sein Vorgänger hat es 2014 noch einmal gut gemacht.
    foto: opel

    Der 2015er-Jahrgang des Opel Corsa. Sein Vorgänger hat es 2014 noch einmal gut gemacht.

  • Der erfolgreiche Hyundai i20 konnte die Absatzdelle bei den Koreanern nicht ausgleichen.
    foto: hyundai

    Der erfolgreiche Hyundai i20 konnte die Absatzdelle bei den Koreanern nicht ausgleichen.

  • Der Mazda 2 sollte dafür sorgen, dass Mazda auch 2015 größter japanischer Importeur wird.
    foto: mazda

    Der Mazda 2 sollte dafür sorgen, dass Mazda auch 2015 größter japanischer Importeur wird.

  • Lamborghini kam in Österreich auch besser an.
    foto: lamborghini

    Lamborghini kam in Österreich auch besser an.

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