Goldman Sachs spürt Bankenpleite in Portugal

14. Jänner 2015, 10:24
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Espirito Santo war im vergangenen Sommer zusammengebrochen

New York - Die US-Investmentbank Goldman Sachs bekommt Insidern zufolge die Pleite des portugiesischen Instituts Espirito Santo zu spüren. Goldman müsse nun doch einen gemeinsam mit Partnern aufgelegten Kredit über 835 Millionen Dollar für das im Sommer zusammengebrochene Geldhaus abschreiben, sagten mit der Sache vertraute Personen. Dies werde den Gewinn im vierten Quartal schmälern, den die New Yorker Bank am Freitag veröffentlichen will.

Die Höhe der Goldman-Beteilgung an dem Kredit wurde nicht genannt. Die Bank erklärte, sie habe erst kurz vor Weihnachten erfahren, dass Portugals Notenbank entgegen anderslautender Andeutungen entschieden habe, den Kredit in die abgespaltene Bad Bank von Espirito Santo zu transferieren.

Das größte börsennotierte Geldhaus Portugals war im August vom Staat mit fünf Milliarden Euro gerettet worden. Es wurde aufgespalten in einen überlebensfähigen Teil mit dem Namen Novo Banco ("Neue Bank") und in eine "Bad Bank", in der die faulen Wertpapiere des Instituts gebündelt sind. Das Geldhaus war über seine finanziellen Verflechtungen mit der Gründerfamilie Espirito Santo in Schieflage geraten. Deren Beteiligungsfirmen waren wie Dominosteine gefallen und reihenweise Pleite gegangen. (Reuters, 14.1.2015)

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