Das größte Schmuckkästchen Wiens im Mak

19. Jänner 2015, 14:36
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Das Wiener Mak zeigt derzeit eine große Schau zum Thema zeitgenössischer Schmuck

Wer einmal richtig viel Schmuck auf einem Haufen sehen will, der möge sich auf den Weg ins Wiener Mak machen. Dort wird derzeit die bisher umfassendste Schau zum Thema zeitgenössischer Schmuck gezeigt.

foto: mak / georg-mayer
SCHMUCK 1970–2015 SAMMLUNG BOLLMANN MAK-Ausstellungshalle

Viel bezieht sich in diesem Falle aber nicht nur auf die Zahl der Objekte, es sind dies an die 650, sondern auch auf die Verschiedenheit der Schmuckstücke.

Präsentiert wird unter anderem ein tiefer Einblick in die Schmucksammlung des Ehepaars Heidi und Karl Bollmann aus den Jahren 1970 bis 2015. Karl Bollmann geht es im Rahmen seiner Sammlung um die Forderung, dass die Freiheit der Kunst auch für den Entwurf von Schmuck gelten soll.

foto: mak / nathan murrell
Brosche Körperformen, 2000–2009 Stoff, Golddraht Sammlung Bollmann, von Andrea Vilhena

Mak-Kustodin Elisabeth Schmuttermeier meint diesbezüglich, dass beim zeitgenössischen Schmuck im Gegensatz zur Arbeit eines Juweliers der Entwurf deutlich stärker im Vordergrund stehe als das Material. Im Mak zu sehen sind Stücke aus Gold ebenso wie aus Wolle, Papier oder Plastik.

foto: mak / nathan murrell
Strohhalmkette Gold, Edelstahl, Kardangelenk Sammlung Bollmann, von Peter Skubic

Mit von der Partie ist auch die Brosche Mango von Wolfgang Lieglein.

foto: mak / nathan murrell
Brosche Mango, 2010–2015 Stoff, Schaumstoff, Holz, Glasperlen Sammlung Bollmann, von Wolfgang Lieglein

Der zweite Teil der Ausstellung ist eine trefflich dazupassende Retrospektive des Künstlers Fritz Maierhofer, der mit 200 Objekten vertreten ist. Diese sind durch äußerst ungewöhnliche Materialkombinationen und eine sehr avantgardistische Auffassung von Schmuck gekennzeichnet.

foto: fritz-maierhofer
Brosche, 1987 Silber, Gold, von Fritz Maierhofer

Ergänzt wird die Schau auch durch 34 Porträtfotos, auf denen die Bollmanns und Mitarbeiter des Museums samt Schmuck zu sehen sind. Sogar der Herr Direktor. (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 16.1.2015)

"Schmuck 1970-2015, Sammlung Bollmann / Fritz Maierhofer - Retrospektive". Museum für angewandte Kunst, Stubenring 5, 1010 Wien. Bis 29. März

www.mak.at

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