Doppelspion enttarnte angeblich Liste mit 3.500 deutschen Agenten

14. Jänner 2015, 08:02
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Mehr als die Hälfte der Agenten des deutschen Bundesnachrichtendiensts könnten damit aufgedeckt worden sein

Frankfurt - Der im Sommer 2014 verhaftete Doppelspion des deutschen Bundesnachrichtendiensts (BND) hat einem Zeitungsbericht zufolge mehr geheime Informationen gestohlen als bekannt. Der Mann habe eine Liste mit den echten Namen und den Decknamen von 3.500 Agenten entwendet, berichtete die "Bild"-Zeitung vom Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Damit könnten mehr als die Hälfte der rund 6.500 BND-Agenten enttarnt sein. Die als streng geheim eingestufte Liste aus dem Jahr 2011 nenne die Namen der Agenten der Abteilung "EA – Einsatzgebiete/Auslandsbeziehungen", berichtete die Zeitung. Diese Abteilung sei unter anderem für den Einsatz von Agenten an deutschen Botschaften im Ausland und in den Einsatzgebieten der deutschen Bundeswehr (Afghanistan, Mali, Libanon, Sudan) verantwortlich. Es ist dem Bericht zufolge noch unklar, ob der Doppelspion die Agentenliste an einen anderen Geheimdienst verkauft hat. (APA, 14.1.2015)

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