Viren als Turbo für die Gehirnentwicklung - Natur kämpft mit immer häufigeren Massensterben

13. Jänner 2015, 20:53
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Viren als Turbo für die Gehirnentwicklung

Lund - Haben uns Viren intelligenter gemacht? Aktuelle Untersuchungsergebnisse schwedischer Forscher scheinen jedenfalls darauf hinzudeuten: Wie Johan Jakobsson und seine Kollegen von der Universität Lund im Fachblatt "Cell Reports" berichten, dürften Millionen Jahre alte Retroviren eine grundlegende Rolle bei der Gehirnentwicklung gespielt haben. Die Viren, deren Erbsubstanz schließlich in unserem eigenen Genom aufging, steuerten demnach maßgeblich die Genexpression der Nervenzellen. (tberg)

Abstract
Cell Reports: "TRIM28 Represses Transcription of Endogenous Retroviruses in Neural Progenitor Cells"

Natur kämpft mit immer häufigerem Massensterben

Berkeley - Wenn eine große Anzahl von Individuen in kurzer Zeit zugrunde geht, dann spricht man von einem Massensterben. Grundsätzlich treten solche Ereignisse in der Natur verhältnismäßig selten auf, doch das scheint sich zu ändern: Wie US-Forscher nun im Fachjournal "PNAS" vorrechnen, kam es in den vergangenen 70 Jahren immer häufiger zu Massensterben, betroffen sind insbesondere Vögel, Fische und wirbellose Meeresbewohner. Die Hauptursachen sind offenbar Seuchen, klimatische Veränderungen und deren Folgen sowie Umweltverschmutzung. (red)

Abstract
PNAS: "Recent shifts in the occurrence, cause, and magnitude of animal mass mortality events"

(DER STANDARD, 14.01.2015)

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