George Soros investiert in Banco Santander

13. Jänner 2015, 17:25
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Im Zuge der 7,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung bei der Großbank erweist sich Soros neuerlich als Spanien-affin

Die spanische Banco Santander hat mit George Soros (84) einen neuen Großinvestor gefunden. Wie El Mundo berichtet, wird sich der US-Finanzmagnat und Multimilliardär über seine mannigfaltigen Gesellschaften mit knapp 500 Millionen Euro an der größten Bank des Euro-Raums (Börsenwert: 74 Milliarden Euro) beteiligen.

Diese hat im Zuge einer 7,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung via der Schweizer UBS und Goldman Sachs Wertpapiere mit einem Nachlass von 16 Prozent à 6,18 Euro pro Titel am Markt - wo beachtliche Nachfrage herrschte - erfolgreich innerhalb nur vier Stunden platziert.

Nach Umstrukturierung der Chefetage war dies der erste große Wurf von Neo-Bankdirektorin Ana Patricia Botín (54), die ihrem im Vorjahr verstorbenen Vater Emilio an die Santander-Spitze folgte. Ihr nicht unriskanter Plan, der Ende der Vorwoche den Aktienkurs der Bank auf die rasanteste Talfahrt seit 1998 (minus 14 Prozent) schickte, scheint jedoch aufzugehen.

Ein Jahr ist es her, dass Soros dem Nachrichtenmagazin Spiegel einen seiner Europa-Pläne offenbarte: Er werde in den maroden Bankensektor "eine Menge Geld pumpen", um so selbst daraus eine beachtliche Summe zu scheffeln. Gerade Spanien - nach seiner fulminanten Immobilien- und Bankenkrise - hat Soros' Investorenherz erobert.

So ist er bei Bankia und Liberbank beteiligt. In die Ex-Alpine-Mutter FCC (Fomento de Construcciones y Contratas) investierte Soros 660 Millionen Euro. Zudem griff er im November 2014 auch beim Stromgiganten Endesa zu, wo er 1,5 Prozent für etwa 220 Millionen Euro erwarb. (Jan Marot aus Granada, DER STANDARD, 14.1.2015)

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