71 Tote durch gepanschten Alkohol in Mosambik, 27 Tote in Indien

13. Jänner 2015, 12:47
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Auch Kinder in Mosambik unter den Opfer - 120 weitere Vergiftungen in Indien behandelt, eine Festnahme

Maputo/Neu-Delhi – Die Zahl der nach dem Ausschank von gepanschtem Alkohol in Mosambik gestorbenen Menschen ist auf 71 gestiegen. Dies berichtete das staatliche "Radio Mocambique" am Dienstag. Nach Angaben von Gesundheitspersonal wurden noch 37 Opfer medizinisch überwacht. Sieben von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr.

Viele sprächen nicht auf die Behandlung an, da nicht klar sei, um welche Art von Vergiftung es sich handle, sagte der Arzt Luis Nota. Die Besucher einer Beerdigungsfeier in dem Ort Chitima hatten am Wochenende kurz nach dem Konsum von Mais-Bier schwere Vergiftungserscheinungen gezeigt. Unter den Toten sind auch die Besitzerin der Bar, die das Getränk gebraut hatte, sowie ihre beiden Kinder.

Was die Vergiftungen ausgelöst hat, ist weiter unklar. Laut der Gesundheitsbehörden könnte das Bier mit Gallenflüssigkeit oder Gehirnmasse von Krokodilen verseucht worden sein. Dies gilt als eine regional gängige Vergiftungsmethode. Blut der Opfer sowie Proben des Biers seien zu weiteren Untersuchungen in die Hauptstadt Maputo geschickt worden, hieß es. Die Regierung hatte ab Montag drei Tage Staatstrauer angeordnet.

120 Verletzte behandelt

Auch in Nordindien gibt es dutzende Tote durch gepanschten Alkohol. Mindestens 27 Menschen kamen ums Leben, weitere 120 werden mit Vergiftungen in Krankenhäusern des Bundesstaats Uttar Pradesh behandelt, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mitteilte. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, meldete die Nachrichtenagentur IANS. Er soll den gepanschten Schnaps in der Region vertrieben haben.

Insgesamt seien 16 Beamte und Polizisten wegen Pflichtverletzung im Zusammenhang mit dem Vorfall suspendiert worden. In Indien floriert der Handel mit gepanschtem Alkohol, viele Menschen können sich keine lizenzierten Spirituosen leisten. (APA/dpa, 13.1.2015)

  • Regierungsvertreter bei der Beweissicherung.
    foto: ap photo/antonio chimundo

    Regierungsvertreter bei der Beweissicherung.

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