Buschbrände: Handschuhe und Wundgel für Koalas

13. Jänner 2015, 11:37
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Buschbrände haben auch den Tieren schwer zugesetzt

Sydney – Die jüngsten Buschbrände nahe der australischen Stadt Adelaide bedrohen auch die lokalen Wildtiere. Mehrere Koalas mit verbrannten Pfoten wurden von Tierschutzorganisationen gerettet, einige Tiere mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen eingeschläfert werden.

Die Australian Marine Wildlife Research & Rescue Organisation veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite Fotos und Videos von Behandlungen der Verbrennungen.

Koalas bewegen sich relativ langsam, und ihre bevorzugten Bäume, die Eukalyptusbäume, brennen wie Zunder. Die Tiere verbrennen sich die Pfoten, wenn sie sich an glühenden Stämmen festhalten.

Wie viele Koalas verletzt wurden, ist nicht bekannt. Die Tiere bekommen nun Handschuhe und Wundkompressen, damit ihre Pfoten besser heilen können.

Die Tierschutzorganisation International Fund for Animal Welfare (IFAW) hat auf die Bitte um schützende Baumwollhandschuhe für die Tiere tausende Pakete aus aller Welt erhalten. "Wir haben sogar Angebote aus Russland, Kasachstan, China, Großbritannien und den USA bekommen", sagte Josey Sharrad von der IFAW am Dienstag.

Mit Handschuhen sei die Organisation jetzt mehr als eingedeckt, sagte Sharrad. Sie lenkte die Hilfsbereitschaft nun auf das Schicksal von Känguru-Babys, die bei den Bränden ihre Mütter verloren haben. Sie brauchen warme Beutel, um heranwachsen zu können. Die Organisation veröffentlichte ein Schnittmuster auf ihrer Webseite. (APA/dpa, 13.1.2015)

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