Polizei fordert Mobilfunkfrequenzen zur Terror-Abwehr

13. Jänner 2015, 09:45
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Zum Austausch von Fahndungsinformationen

Nach den Anschlägen in Paris fordern die deutschen Polizeigewerkschaften zusätzliche Mobilfunkfrequenzen für die deutschen Sicherheitsbehörden und die Bundeswehr. Die geplante Versteigerung von Frequenzen im 700-Megahertz-Band solle gestoppt werden, forderte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, laut "Bild" in einem Schreiben an Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU).

Zum Austausch von Fahndungsinformationen

Nur über spezielle Frequenzen im 700-Megahertz-Band könnten die Sicherheitsbehörden Fahndungsinformationen wie hochauflösende Fotos oder Tonbandaufzeichnungen per Mobiltelefon austauschen. Es sei für Polizei und Bundeswehr "gerade bei so schrecklichen Ereignissen wie dem Anschlag der Islamisten in Paris" notwendig, "möglichst umfassend, schnell und in der Breite" untereinander zu kommunizieren, zitierte "Bild" in dem Vorabbericht aus dem Brief Wendts.

Auktion noch 2015

Die milliardenschwere Auktion von Mobilfunkfrequenzen soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Dabei sollen nach den Vorstellungen der Bundesnetzagentur auch 700-Megahertz-Frequenzen unter den Hammer kommen, die derzeit noch für Fernsehübertragungen genutzt werden. Zudem werden die sogenannten GSM-Frequenzen versteigert, auf denen seit Anfang der 90er Jahre telefoniert wird. Die Lizenzen für diese 900 Megahertz (MHz) und 1800 MHz-Frequenzen laufen Ende 2016 aus. Die Einnahmen aus der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen will die Bundesregierung zum Ausbau des schnellen Internets nutzen. (Reuters, 13.1.2015)

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