"Elf Man": Falsch beschuldigter "Pirat" erhält 101.000 Dollar zurück

13. Jänner 2015, 09:35
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Filmstudio zog Klage nach Kritik an undurchsichtiger Ermittlung der IP-Adresse zurück

In den USA hat ein Mann, dem Filmpiraterie vorgeworfen wurde, einen Teil seiner Anwaltskosten zurückerstritten. Die Produzenten von "Elf Man" hatten Ryan Lamberson vorgeworfen, den Film über eine Tauschbörse heruntergeladen zu haben. Allerdings zogen sie die Klage nach Kritik an ihrer Vorgehensweise zurück, berichtet TorrentFreak.

Undurchsichtige Ermittlungen

Ein beauftragter Ermittler habe mithilfe einer speziellen Software die IP-Adresse des Mannes ermittelt. Lambersons Anwalt hatte darauf hingewiesen, dass die IP-Adresse kein ausreichender Beweis für eine Urheberrechtsverletzung sei. Das eingesetzte Programm könne nur Uploader ermitteln. Lamberson wurde jedoch der Download des Films vorgeworfen. Sein Mandant habe noch nie etwas von "Elf Man" gehört und sei an dem Film auch nicht interessiert. Das Filmstudio habe auch nicht ausreichend Angaben zur Identität des Ermittlers gemacht.

Teil der Anwaltskosten erhalten

Nach dieser Kritik zogen die Macher des Films die Klage wieder zurück und mussten für Anwaltskosten in der Höhe von knapp 101.000 US-Dollar aufkommen. Lamberson hatte insgesamt 200.000 Dollar zurückverlangt. Die Anwaltsfirma kritisiert, dass es in den USA zahlreiche ähnliche Fälle gebe, und man werde weiterhin aktiv gegen ungerechtfertigte Beschuldigungen vorgehen. (red, derStandard.at, 13.1.2015)

  • Die Macher des B-Movies "Elf Man" müssen einem Beschuldigten einen Teil der Anwaltskosten zurückerstatten.
    foto: imdb.com

    Die Macher des B-Movies "Elf Man" müssen einem Beschuldigten einen Teil der Anwaltskosten zurückerstatten.

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