Agrana mit Umsatz- und Gewinneinbruch

13. Jänner 2015, 08:44
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Agrana-Vorstandschef Marihart geht nach schwachen ersten neun Monaten des Geschäftsjahresvon einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aus

Wien – Der börsennotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat wie schon im ersten Halbjahr auch im dritten Geschäftsquartal 2014/15 Einbußen bei Umsatz und Gewinn erlitten. Die Erlöse sanken von 693,7 auf 629,2 Millionen Euro, und der Konzernperiodengewinn schrumpfte auf 21,1 (33,4) Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten gingen die Umsätze um 15,3 Prozent von 2,259 auf 1,914 Milliarden Euro zurück, und das Periodenergebnis sank auf 82,0 (102,6) Millionen Euro. Das EBIT lag im dritten Quartal (September bis November) bei 37,4 (48,4) Millionen Euro und in den ersten neun Monaten mit 124,4 (152,6) Millionen Euro um 18,5 Prozent tiefer. In den Segmenten Zucker und Frucht war das EBIT durch geringere Erlöse belastet, im Segment Stärke konnte es erhöht werden.

Weiterhin schwierig

Agrana-Vorstandschef Johann Marihart geht nach dem Umsatz- und Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten dieses Jahres davon aus, dass sich insbesondere die Situation im Geschäftssegment Zucker in den nächsten Monaten weiter verschärfen wird.

"In dieser Zeit bewährt sich unsere Diversifizierung", erklärte Marihart am Dienstag laut Aussendung. "Die Segmente Stärke und Frucht stützen unser Gruppenergebnis."

Für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 geht die Agrana weiterhin von einem deutlichen Rückgang beim Konzernumsatz (Vorjahr: 2.841,7 Millionen Euro) aus, weil das Preisniveau im Durchschnitt deutlich gesunken sei. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT, im Vorjahr: 167,0 Millionen Euro) erwartet man wegen des Preisverfalls vor allem bei Zucker und Ethanol eine deutliche Abschwächung.

Weniger Investitionen

Das Investitionsvolumen des Konzerns soll im laufenden Geschäftsjahr insgesamt rund 95 Millionen Euro betragen und damit deutlich unter dem Vorjahr liegen.

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Quartalen auf –11,6 Millionen Euro (Vorjahr: –21,7 Millionen Euro). Die Verbesserung wird vor allem auf ein positives Währungsergebnis zurückgeführt.

Der Steueraufwand von 30,8 Millionen Euro entspricht einer Steuerquote von 27,3 Prozent (Vorjahr: 21,6 Prozent). Das den Aktionären der Agrana zurechenbare Ergebnis je Aktie lag bei 5,45 (Vorjahr: 6,80) Euro.

Die Nettofinanzschulden lagen mit 30. November 2014 mit 284,6 Millionen Euro um 102,2 Millionen Euro unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2013/14. Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2014 leicht gesunkenen Bilanzsumme in der Höhe von 2,54 Milliarden Euro ging die Eigenkapitalquote von 49,9 Prozent auf 47,6 Prozent zurück. Das Gearing zum Quartalsstichtag war mit 23,5 Prozent daher wesentlich niedriger als zum 28. Februar 2014 (32,4 Prozent). (APA, 13.1.2015)

  • Zuckerrüben.
    foto: apa/uwe zucchi

    Zuckerrüben.

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