Vier Elfer schüren Manipulationsverdacht

12. Jänner 2015, 19:12
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Heerenveen-Spieler brechen nach Schiedsrichterentscheidungen das Testspiel gegen Standard Lüttich ab

Zwei Freundschaftsspiele mit Beteiligung von niederländischen Fußball-Clubs stehen einem Bericht der Tageszeitung "De Volkskrant" zufolge unter Manipulationsverdacht. Wie die Zeitung am Montag meldete, handelt es sich bei den Partien um die Begegnungen SC Heerenveen gegen Standard Lüttich und ADO Den Haag gegen den albanischen Verein Skenderbeu Korce.

Beide Partien fanden in Spanien statt, wo sich die Vereine gerade auf die Frühjahrsmeisterschaft vorbereiten. Die beiden niederländischen Erstligisten sollen nach Informationen des International Centre for Sport Security (ICSS) in Doha aber nicht an den Manipulationen beteiligt gewesen seien. In der Vergangenheit hat es bereits häufiger Auffälligkeiten bei Testspielen während der Vorbereitung gegeben. Diese Spiele gelten als leichter manipulierbar und sind deshalb für den Wettmarkt besonders interessant.

Pfiffe

Die Spieler des SC Heerenveen hatten am vergangenen Freitag beim 0:2 gegen Lüttich vorzeitig den Platz verlassen, nachdem der spanische Schiedsrichter insgesamt vier Elfmeter gepfiffen hatte. Beide Treffer für Lüttich wurden per Strafstoß erzielt, zudem verschoss Heerenveen einen Elfer. Als der Unparteiische dann den dritten Penalty für die Belgier auch noch wiederholen ließ, gingen die Heerenveen-Profis in die Kabine. Der Königlich-Niederländische Fußball-Verband hat den SC Heerenveen inzwischen zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Auch bei der Partie Den Haag gegen Skenderbeu Korce (2:0) soll es zu Auffälligkeiten auf dem Wettmarkt gekommen sein. Die Verantwortlichen von ADO zeigten sich allerdings überrascht. Ihnen sei während des Spiels nichts komisch vorgekommen. (APA, 12.01.2014)

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