"Müller"-Chef gibt Steuerhinterziehung zu

12. Jänner 2015, 15:54
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Der deutsche Chef des Drogerieunternehmens Erwin Müller soll ein bis zwei Millionen Euro hinterzogen haben

Ulm – Drogerieunternehmer Erwin Müller hat jahrelang Steuern hinterzogen, sich dann aber den Behörden gestellt. "Herr Müller hat im Jahr 2010 eine Selbstanzeige abgegeben, mit der er die Nachzahlung von Steuern eingeleitet hat", sagte ein Sprecher des auch in Österreich tätigen Unternehmers am Montag und bestätigte Informationen der "Süddeutschen Zeitung".

Konkret geht es um die Jahre 1999 bis 2007. "Alle damals vorliegenden und von der Schweizer Bank Sarasin bestätigten Gewinne und Verluste aus diesen Jahren wurden dem Finanzamt nachgemeldet und darauf in vollem Umfang Steuern und Zinsen nachentrichtet", betonte der Sprecher. Der Zeitung zufolge soll es sich dabei um ein bis zwei Millionen Euro handeln.

Unterlagen werden geprüft

Ganz vorbei ist die Geschichte für Müller damit aber nicht: In der Auflistung fehlt ein Konto bei der Bank Sarasin für zwei Jahre, wie sein Sprecher bestätigte. Der Drogerieunternehmer sehe die Schuld aber nicht bei sich. "Dieser Fehler liegt bei der Bank und war weder durch Herrn Müller noch durch seine Steuerberater zu erkennen." Das Geldinstitut wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat entsprechende Unterlagen zu dem Fall von der Straf- und Bußgeldstelle Ulm zugeschickt bekommen. Einer Sprecherin der Anklagebehörde zufolge werden diese noch geprüft. (APA, 12.1.2015)

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