Wachstum in Eurozone soll etwas anziehen

12. Jänner 2015, 11:02
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Das deutsche Forschungsinstitut Ifo prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent im ersten und zweiten Quartal des Jahres

Berlin - Die Konjunktur in der Eurozone wird nach Vorhersage des Ifo-Instituts in den nächsten Monaten leicht anziehen. Im ersten und zweiten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt jeweils um 0,3 Prozent zulegen, heißt es in einer von den deutschen Forschern vorgelegten Prognose. Daran sind auch die Statistikinstitute Insee in Paris und Istat in Rom beteiligt. Ende 2014 lag das Wachstum bei 0,2 Prozent.

Für Deutschland und Spanien erwarten die Institute 2015 ein relativ kräftiges Wachstum, für Frankreich ein gemäßigtes und für Italien eine schwache Entwicklung, hieß es im Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde, weiters. Österreich wurde in der Vorhersage nicht eigens berücksichtigt.

Unsicherheitsfaktor Athen

Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich nach Einschätzung der Institute langsam verbessern. Auch wegen des Preisverfalls beim Öl rechnen sie mit einem Anstieg der verfügbaren Einkommen, der sich voraussichtlich positiv auf den privaten Verbrauch auswirken werde. "Die Investitionen werden sich 2015 erholen, getrieben von besseren Finanzierungsbedingungen und einer zunehmenden Nachfrage aus dem In- und Ausland", heißt es in der Prognose weiter.

Zu einer positiveren Entwicklung könnte ein weiterer Rückgang des Ölpreises und des Euro-Dollar-Wechselkurses beitragen. Wegen der Wahl in Griechenland und den damit verbundenen möglichen Folgen für die Stabilität des Euroraums könnte sich die Prognose jedoch als zu optimistisch erweisen, warnen die Autoren. (APA, 12.1.2015)

  • Die europäischen Volkswirtschaften sollen im ersten Halbjahr wieder etwas besser laufen, schätzt das deutsche Ifo-Institut.
    foto: apa/kalnina

    Die europäischen Volkswirtschaften sollen im ersten Halbjahr wieder etwas besser laufen, schätzt das deutsche Ifo-Institut.

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