China: Polizei tötete sechs Angreifer in Xinjiang

12. Jänner 2015, 12:45
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Behörden berichten über versuchte Bombenattentate

Peking - In der chinesischen Uigurenregion Xinjiang haben Polizisten nach Angaben der Staatsmedien am Montag sechs Angreifer erschossen. Wie die Nachrichtenwebsite der regionalen Behörden meldete, hatten Bewohner des Bezirks Shule in der Nähe der Stadt Kashgar die Polizei über "eine verdächtige Person" mit einem Sprengsatz informiert.

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Ein Überwachungsvideo zeigt, wie ein Sprengsatz geworfen wird.

Der Mann wurde nach Angaben des Portals "Tianshan" erschossen, als er versucht habe, einen Polizisten mit einer Axt anzugreifen und seinen Sprengsatz zu zünden. Dem Bericht der staatlich kontrollierten Nachrichtenseite zufolge versuchten "nacheinander" noch fünf weitere Angreifer, Sprengsätze zu zünden. Die Polizei habe "entschieden" gehandelt und auch sie erschossen. Polizisten oder Zivilisten seien nicht getötet oder verletzt worden.

Xinjiang ist die Heimat der muslimischen Minderheit der Uiguren. Diese fühlen sich von Peking seit Jahren benachteiligt und durch die Ansiedlung von Han-Chinesen an den Rand gedrängt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es in der Provinz vermehrt Proteste, Unruhen und Anschläge, bei denen mindestens 200 Menschen getötet wurden. Die Angaben zu Vorfällen in der abgeschotteten Region sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. (APA, 12.1.2015)

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