Großhöflein: Stichwahl bei Bürgermeisterwahl nötig

12. Jänner 2015, 07:38
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Kein Kandidat erreichte 50-Prozent-Marke - SPÖ-Vizebürgermeister vor Kandidatin der Liste Burgenland - Stichwahl am 8. Februar

Großhöflein - Im burgenländischen Großhöflein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) war die Bevölkerung am Sonntag aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Beim Urnengang erreichte jedoch keiner der drei Kandidaten die 50-Prozent-Marke. Deshalb kommt es am 8. Februar zur Stichwahl zwischen Vizebürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) und der Kandidatin der Liste Burgenland, Sylvia Unger.

Laut dem Vizebürgermeister waren 1.727 Bürger wahlberechtigt, 1.335 (77,3 Prozent) gaben ihre Stimme ab. 55 Stimmen waren ungültig. Heidenreich kam auf 547 Stimmen (42,7 Prozent), auf Unger entfielen 468 Stimmen (36,6 Prozent).

Für den dritten Kandidaten, Johann Zonschits (ÖVP) votierten 265 Bürger (20,7 Prozent). Im Gemeinderat, der nicht zur Wahl stand, hat die Liste Burgenland acht Mandate, die SPÖ hält sieben Sitze, sechs Gemeinderäte stellt die ÖVP.

Rauter zurückgetreten

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der bisherige Ortschef Wolfgang Rauter (Liste Burgenland) im September zurückgetreten war. Rauter, einst Landesparteiobmann der burgenländischen Freiheitlichen, hatte 2007 mit Manfred Kölly die Plattform Freie Bürgerlisten ins Leben gerufen, aus der später die Liste Burgenland hervorging. Bei der Bürgermeisterwahl 2012 war er in Großhöflein mit 61,4 Prozent der Stimmen zum Ortschef gewählt worden.

Seinen Rücktritt hatte Rauter damit begründet, dass ständige "Querschüsse, Anzeigen und Beschwerden bei der Bezirkshauptmannschaft, Gemeindeaufsicht und Volksanwaltschaft" der Arbeit in der Gemeinde und seiner Gesundheit abträglich wären. (APA, 12.1.2014)

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