Italien verschärft Rauchverbot

12. Jänner 2015, 08:00
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Auch Parks, Strände und TV-Serien werden rauchfrei

Rom - Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten eines strengen Rauchverbots in Italien will die Regierung ihren Feldzug gegen Zigaretten fortsetzen. Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin hat eine Verschärfung des geltenden Rauchgesetzes angekündigt. So soll Rauchen auch in Parks, auf Stränden und in Autos mit Kindern an Bord verboten werden.

Rückgang um 25 Prozent

Das strenge Rauchergesetz hat zu einem Rückgang des Tabakkonsums von rund 25 Prozent geführt. Nach dem neuen Vorschlag sollen auch in Filmen und TV-Serien keine Raucher vorkommen. "Es handelt sich um Initiativen, die in anderen Ländern erfolgreich waren", betonte die Ministerin nach Angaben der römischen Tageszeitung La Repubblica am Sonntag. Zuletzt hat Italien bereits ein Rauchverbot vor Schulen eingeführt und die Altersgrenze für den Erwerb von Tabakwaren auf 18 Jahre angehoben.

2005 war das strenge Rauchverbot in Kraft getreten, es führte in der Tabakindustrie bereits zu starken Umsatzeinbußen. In zehn Jahren ist die Zahl der Raucher von 23,8 Prozent auf 19,5 Prozent gesunken. 95 Prozent der Italiener halten das Rauchgesetz für positiv, 90 Prozent der Raucher respektieren es.

Das Gesetz änderte auch die Gewohnheiten der Italiener deutlich. Rauchen ist in allen der Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten verboten - unter anderem in Restaurants, Bars, Diskotheken und Büros. Ausnahmen gelten nur für abgetrennte Raucherräume. Bei Verstößen drohen den Inhabern Strafen bis zu 2000 Euro, Gästen 250 Euro. (red, DER STANDARD, 12.1.2015)

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