1000. Sieg und 83. Titel für Roger Federer

11. Jänner 2015, 14:01
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Drei-Satz-Erfolg der Schweizer Legende im Finale von Brisbane über Kanadier Raonic - Federer: "Ein besonderer Moment für mich"

Auckland - Roger Federer hat in seiner beeindruckenden Karriere einen weiteren Meilenstein gesetzt: Der 33-jährige Schweizer feierte am Sonntag beim Tennis-Turnier in Brisbane einen 6:4,6:7(2),6:4-Final-Erfolg über Milos Raonic (CAN). Damit holte er nicht nur seinen 83. ATP-Titel, sondern feierte den 1.000 Einzel-Sieg auf der Tour. Nur Jimmy Connors (1.253) und Ivan Lendl (1.071) haben mehr Siege auf ihrem Konto.

"Das ist ein besonderer Moment für mich, keine Frage. Ich habe sehr viel Tennis gespielt in all den Jahren, also nun 1.000 Siege zu erreichen bedeutet mir viel. Ich werde dieses Match nie vergessen", sagte Federer nach seinem 83. Titel im 125. Endspiel im Beisein der australischen Evergreens Rod Laver und Roy Emerson. Im September 1998 feierte der 17-fache Grand-Slam-Champion seinen ersten Erfolg auf der ATP-Tour durch einen Finalsieg in Toulouse gegen den Franzosen Guillaume Roux.

Rod Laver war es auch, der Federer ein speziell gerahmtes Foto, das den 1.000. Sieg markierte, überreichte. Laver ist der einzige Spieler, dem es zweimal gelungenen ist, den "Grand Slam" (alle vier Majors innerhalb eines Kalenderjahres) zu gewinnen.

Für Federer war es der erste Titel im an der australischen Ostküste gelegenen Brisbane. Federer hat mit dem ersten Titel 2015 auch im 15. Jahr en suite zumindest einen Turniersieg geholt.

Mit dem Alten ist weiter zu rechnen

Der 1000. Sieg in seiner 1227. Begegnung war hart erkämpft, doch nach 2:13 Stunden triumphierte Federer erneut über einen Spieler der nächsten Generation. Bereits im Halbfinale am Samstag hatte er Grigor Dimitrow (Bulgarien) 6:2, 6:2 abgefertigt. Im Endspiel wehrte er den Angriff des Aufschlagriesen Raonic ab. Beide Spieler werden längst als zukünftige Grand-Slam-Sieger gehandelt, doch anscheinend müssen sie sich gedulden, bis Federer irgendwann abtritt. Bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016, das hat Federer angekündigt, will er mindestens spielen.

Im Endspiel stellte der vierfache Familienvater neben seinem schier grenzenlosen spielerischem Vermögen auch seinen Siegeshunger unter Beweis. Nachdem Raonic im Tiebreak des zweiten Satzes sieben Punkte in Serie gelungen waren, rappelte sich Federer auf und stemmte sich mit Raffinesse und Kampfgeist gegen das Schlaggewitter des 1,96 m großen Hünen.

In dieser Form ist sein 18. Grand-Slam-Titel nur noch eine Frage der Zeit. Und auch Lendls Rang in den Statistikbüchern der ATP dürfte bald wackeln. Noch 71 Einzelsiege und elf Turniererfolge fehlen Federer zum gebürtigen Tschechoslowaken.

Unterdessen hat Doha-Sieger David Ferrer (ATP-10.) wegen leichten Rückenproblemen seine Teilnahme in Auckland abgesagt. Die Neuseeländer müssen damit nach dem US-Amerikaner John Isner und dem Franzosen Gael Monfils bereits die dritte Absage eines Gesetzten unmittelbar vor den Australian Open zur Kenntnis nehmen. (APA/sid/red - 11.1. 2015)

  • Hat nach wie vor den Durchblick: Roger Federer.
    foto: reuters/reed

    Hat nach wie vor den Durchblick: Roger Federer.

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