Rund 35.000 Menschen demonstrieren in Dresden gegen Pegida

10. Jänner 2015, 16:53
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Großkundgebung für Weltoffenheit - Zum Auftakt Schweigeminute für Opfer terroristischer Gewalt

Dresden - Rund 35.000 Menschen haben am Samstag in der ostdeutschen Stadt Dresden nach Angaben der Veranstalter an einer Großkundgebung für Toleranz und Weltoffenheit teilgenommen. Die Demonstration vor der Frauenkirche, zu der Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) aufgerufen hatten, sollte ein Zeichen gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung setzen.

Die Kundgebung begann vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris mit einer Schweigeminute zum Gedenken an alle Opfer terroristischer Gewalt. "Ich bin nicht gekommen, weil ich gegen Menschen bin, die zu Pegida gehen, sondern weil ich keine Angst vor Menschen habe, die eine andere Hautfarbe, Sitten oder Gebräuche haben", sagte Orosz in ihrer Begrüßungsrede. Sie hob hervor, Dresden sei "mehr als ein Ort, wo Menschen aus Angst vor anderen Religionen und Werten Woche für Woche auf die Straße gehen."

"Jeder lacht in derselben Sprache" und "Deutschland ist für alle" stand auf Plakaten, außerdem: "Wir lassen uns nicht einschüchtern, weder vom Islamischen Staat noch von Pegida". In Dresden demonstrieren seit Wochen regelmäßig montags tausende Menschen gegen eine angebliche Überfremdung. An der Pegida-Kundgebung am vergangenen Montag hatten 18.000 Menschen teilgenommen, was die bisher höchste Teilnehmerzahl war. (APA, 10.1.2014)

  • Tausende Demonstranten vor der Frauenkirche in Dresden am Samstag.
    foto: epa/arno burgi

    Tausende Demonstranten vor der Frauenkirche in Dresden am Samstag.

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