Cyprus Airways muss flügge werden

9. Jänner 2015, 21:42
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Die Airline muss 65 Millionen zurückzahlen, die EU-Kommission sieht ungerechtfertigten Vorteil gegenüber dem Mitbewerb. Zypern befürchtet den Bankrott

Brüssel - Die zyprische Fluggesellschaft Cyprus Airways muss rund 65 Millionen Euro an staatlichen Beihilfen zurückzahlen, was das Unternehmen endgültig in den Bankrott treiben könnte. Die EU-Kommission teilte am Freitag mit, die finanzielle Unterstützung für die Umstrukturierung der staatlichen Airline habe dieser einen "ungerechtfertigten Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern verschafft".

Brüssel zufolge bestand "keine realistische Aussicht darauf, dass Cyprus Airways künftig ohne weitere staatliche Unterstützung rentabel sein könnte".

Unternehmen dürften "sich nicht auf das Geld der Steuerzahler verlassen, um sich künstlich am Markt zu halten", erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Zyperns Regierung hatte am Donnerstag gewarnt, dass die Gesellschaft womöglich schließen müsse, wenn Brüssel die Rückzahlung der Hilfen verlange.

Mehrere Hilfen

Cyprus Airways hatte wiederholt Hilfen des zyprischen Staates erhalten: Im September 2007 hatte die Kommission noch eine Unterstützung von 95 Millionen Euro für die Umstrukturierung genehmigt. 2012 vollzog Zypern zudem eine Kapitalerhöhung bei dem Unternehmen und meldete weitere Rettungshilfen an. Diese wurden entgegen dem EU-Recht teilweise ausgezahlt, ohne das grüne Licht aus Brüssel abzuwarten. Im Oktober 2013 erfolgte ein erneuter Antrag auf Umstrukturierungsbeihilfen von 102,9 Millionen Euro.

Nach EU-Recht darf ein Unternehmen aber nur einmal in zehn Jahren Umstrukturierungsbeihilfen erhalten. Die Kommission erklärte, Zypern habe nicht nachweisen können, dass Cyprus Airways "mit außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Umständen zu kämpfen hatte, die eine Ausnahme von diesem Grundsatz rechtfertigen würden". Der zyprische Staat hält 93,67 Prozent an Cyprus Airways. (APA, 9.1.2015)

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