Hebenstreit: Telekom-Infrastruktur sehr wohl systemrelevant

9. Jänner 2015, 15:41
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Aussagen von Schelling-Berater bringen vida-Gewerkschafter und ÖBB-Betriebsratschef auf die Palme

Ein Interview mit Norbert Zimmermann, der Industrielle gilt als Berater von Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) und verhandelt die geplante ÖIAG-Reform mit, bringt vida-Gewerkschafter und ÖBB-Betriebsratschef Roman Hebenstreit auf die Palme. Selbstverständlich sei die Telekominfrastruktur systemrelevant, betont dieser in einer Aussendung ganz im Gegensatz zu Zimmermann im aktuellen "Format".

Basisversorgung der Bevölkerung

"Die Telekominfrastruktur ist selbstverständlich für die Basisversorgung der Bevölkerung genauso systemrelevant, wie die Verkehrsinfrastrukturen von ÖBB und Asfinag", sagt Hebenstreit am Freitag in Richtung Zimmermann. Hebenstreit fragt gar, ob Zimmermann von allen guten Geistern verlassen sei, wegen dessen Vergleichs, dass Telekominfrastruktur nicht systemrelevant sei, weil man inzwischen beim Hofer Handyverträge bekomme. "Im Unterschied zur Telekom errichtet der Diskonter Hofer nämlich keine Kommunikationsinfrastruktur und hält diese auch nicht instand.

"Mindestmaß an Sachversand" erwartet

Das müsste Zimmermann eigentlich geläufig sein, so der Gewerkschafter. Er erwarte sich von Mitgliedern der ÖIAG-Reformgruppe "ein Mindestmaß an Sachversand und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Besitz der Österreicher. Derartige Vergleiche haben hier nichts verloren."

Die Telekom besitzt die mit Abstand größte Telekommunikations-Infrastruktur in Österreich. Auch die Handynetzbetreiber sind teilweise auf das vergrabene Netz der Telekom angewiesen. (APA. 9.1.2015)

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