Über 12.000 Apple-Store-Mitarbeiter verklagen Apple

9. Jänner 2015, 17:36
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Müssen täglich 20-minütiges Prozedere über sich ergehen lassen, für das sie nicht bezahlt werden

Apple droht juristisches Ungemach: In einer Sammelklage prozessieren über 12.000 aktuelle und ehemalige Apple-Store-Mitarbeiter gegen den IT-Konzern. Der Grund des Disputs: Apple zwingt Store-Mitarbeiter, sich täglich zu Beginn und Ende ihrer Schicht einem Sicherheitscheck zu unterziehen. So soll verhindert werden, dass eigene Mitarbeiter Apple-Produkte entwenden. Allerdings weigert sich Apple strikt, diese Checks als Arbeitszeit anzuerkennen.

Weigerung

Die Store-Mitarbeiter müssen jenes Prozedere also formell in ihrer Freizeit über sich ergehen lassen. Dagegen wehren sich die Angestellten nun, wie Business Insider berichtet. Dabei gibt es auf US-Bundesebene schon ein Urteil, das die Mitarbeiter eigentlich pessimistisch stimmen müsste: Denn der Supreme Court entschied kürzlich in einem ähnlichen Fall, dass "freiwillige" Sicherheitschecks nicht zur Arbeitszeit zählen. Hier ging es um Angestellte einer Firma, die für Amazon-Lagerhäuser Personal entsandte.

Bundes- oder Landesgesetz

Allerdings richtet sich der Supreme Court naturgemäß nach US-Bundesgesetzen. In einzelnen Bundesstaaten könnte wieder eine andere Legislatur geltend gemacht werden. Deswegen versuchen die Apple-Mitarbeiter laut BusinessWeek nun, ihre Ansprüche nach kalifornischem Recht durchzusetzen. (fsc, derStandard.at, 10.1.2015)

  • Apple-Mitarbeiter sind nicht immer so glücklich - tatsächlich sorgen beschwerliche Sicherheitskontrollen sogar für juristisch geäußerten Unmut
    foto: reuters/lee

    Apple-Mitarbeiter sind nicht immer so glücklich - tatsächlich sorgen beschwerliche Sicherheitskontrollen sogar für juristisch geäußerten Unmut

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