US-Gericht kippt Verbot für Stopfleber in Kalifornien

9. Jänner 2015, 12:40
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Die Produktion von Foie Gras bleibt weiterhin verboten

Los Angeles - Zur Freude von Restaurantbesitzern und zum Entsetzen von Tierschützern dürfen Restaurants in Kalifornien wieder Foie Gras servieren. Ein Bundesgericht in dem US-Staat kippte am Mittwoch das Verkaufsverbot für Stopfleber von gemästeten Gänsen und Enten.

Der Gastronom Sean Chaney, der zu den Klägern gehörte, kündigte an, Foie Gras umgehend wieder auf die Karte zu setzen. "Was für eine Weise, das Jahr zu beginnen", jubilierte der Besitzer des Restaurants Hot's Kitchen in Hermosa Beach.

Gegner beklagen hingegen, dass Enten und Gänse bei der Mästung leiden müssen: Vor der Schlachtung werden die Tiere über mehrere Wochen mit Getreide zwangsgefüttert, bis ihre Lebern völlig verfettet auf ein Vielfaches angeschwollen sind. Die Tierschutzorganisation Peta erklärte nach dem Gerichtsentscheid, Foie Gras sei "Folter in einer Dose" und werde von "schamlosen Köchen" aufgetischt. Die Gruppe rief Kalifornien auf, das Urteil anzufechten.

Produktion bleibt verboten

Der Westküstenstaat hatte bereits im Jahr 2004 ein Gesetz beschlossen, das den Verkauf, die Produktion und den Handel mit Stopfleber unter Strafe stellt. Um den kalifornischen Foie-Gras-Produzenten Zeit für die Umstellung zu geben, trat die Regelung erst im Juli 2012 in Kraft. Die Herstellung von Stopfleber bleibt in Kalifornien auch weiter untersagt. Richter Stephen Wilson kam aber zu dem Schluss, dass das Verkaufsverbot gegen ein Bundesgesetz zum Handel mit Geflügelprodukten verstoße. (APA, 9.1.2015)

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  • Der Verkauf von Stopfleber ist in Kalifornien nach einem Gerichtsentscheid wieder erlaubt.
    foto: ap/sanchez

    Der Verkauf von Stopfleber ist in Kalifornien nach einem Gerichtsentscheid wieder erlaubt.

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