AMD: 1.000-mal stärkere PCs für fotorealistische VR-Spielgrafik nötig

9. Jänner 2015, 11:39
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Videospielforscher Huddy rechnet die enormen Anforderungen vor

Fotorealistische Spielgrafik stellt Hardware- und Software-Hersteller bereits bei konventioneller Darstellung über PC-Monitore und Fernseher vor große Herausforderungen. In fünf bis zehn Jahren könnte die Technik so weit sein, rechnen manche Experten.

Doch um eine derartige Qualität bei Virtual-Reality-Inhalten zu ermöglichen, sei noch ein weit größerer Sprung nötig. Laut AMDs leitendem Videospielforscher Richard Huddy brauche es alles insgesamt bis zu 1.000-mal stärkere PCs, um täuschend echte VR-Erlebnisse bieten zu können.

Enorme Anforderungen

Die Anforderungen stiegen bei VR gegenüber der Ausgabe auf normalen Displays sprunghaft an, erklärt Huddy gegenüber Develop. Allein um so scharfe Bilder wie in echt darstellen zu können, müsse man Headset-Displays einsetzen, die eine Auflösung von 6k bis 8k beherrschen - für jedes Auge. Rund 35 Millionen Pixel sollten pro Auge reichen, was insgesamt gegenüber einem herkömmlichen 1080p-Bild eine 35-fache Steigerung bedeutet. Allein dafür seien Computer mit einer 100- bis 200-mal höheren Rechenleistung nötig.

Hinzu kommt, dass bei VR Faktoren wie Bildrate und Latenz eine weit größere Rolle spielen. Rechnet man die benötigten Fortschritte bei der Displaytechonologie hinzu, sei es nicht unrealistisch, für fotorealistische VR-Erlebnisse eine 400- bis 1.000-mal höhere Rechenkapazität zu veranschlagen, als sie heutige PCs bieten können. Dann sei die VR-Welt zumindest optisch tatsächlich nicht mehr von der Wirklichkeit zu unterscheiden. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 9.1.2015)

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    foto: columbia pictures
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