Spanische Königsschwester Cristina muss auf Anklagebank

9. Jänner 2015, 11:25
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Steueraffäre um ihren Ehemann Inaki Urdangarin – Berufung abgelehnt

Palma de Mallorca - Die Schwester des spanischen Königs Felipe VI. muss wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs auf die Anklagebank. Ein Einspruch der Anwälte der Infantin Cristina gegen die Anklageerhebung sei am Freitag von Ermittlungsrichter Jose Castro in Palma de Mallorca abgelehnt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Justizkreise.

Die 49 Jahre alte Cristina wird somit die erste direkte Verwandte eines spanischen Königs, die sich wegen eines Finanzskandals als Angeklagte vor Gericht verantworten muss. Sie soll in eine Affäre um Ehemann Inaki Urdangarin verwickelt sein. Der Ex-Handballstar (46) soll als Chef einer gemeinnützigen Stiftung mit Komplizen rund sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben.

20 Jahre Haft gefordert

Für Urdangarin hatte die Staatsanwaltschaft knapp 20 Jahre Haft gefordert. Im Falle Cristinas hatte sich der zuständige Sonderstaatsanwalt zwar gegen eine Anklageerhebung ausgesprochen. Die Gewerkschaft Manos Limpias (Saubere Hände) forderte aber als Nebenkläger für die Infantin acht Jahre Haft und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro. Es wird erwartet, dass der Prozess mit mehreren Beschuldigten in der zweiten Jahreshälfte eröffnet wird. (dpa, derStandard, 9.1.2015)

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