PC-Hersteller: Steam Machines "so gut wie tot"

9. Jänner 2015, 10:49
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Origin-PC-Chef schreibt Namensgebung kaum noch Bedeutung zu – Controller sei hingegen fertig

Nach der Ankündigung Ende 2013 ist es bald wieder still um so genannte Steam Machines geworden. Die von Valve ins Leben gerufene Initiative für wohnzimmerfreundliche Spiele-PCs kam nach anfänglicher Euphorie unter Hardware-Hersteller wieder ins Stocken, nachdem sich die Entwicklung des dazugehörigen Steam Controllers und auch der Windows-Alternative SteamOS verzögert hatte. Wie Origin-PC-Chef Kevin Wasielewski auf der CES 2015 nun gegenüber Gamespot verriet, sei der Controller mittlerweile allerdings fertiggestellt worden. Neue Informationen von Seiten Valves werde es auf der Game Developers Conference im März geben.

Es lebe der Wohnzimmer-PC

"Zur GDC wird es mehr Informationen geben. Und wir werden dort sein", erklärt Wasielewski. "Das ist das, was ich offiziell sagen kann. Sie stellten den Controller vor, erhielten Feedback von den Nutzern und mussten ihn überarbeiten. Sie erhielten weiteres Feedback und mussten ihn erneut überarbeiten. Das haben sie insgesamt drei oder viel Mal gemacht. Und nun ist der Controller fertiggestellt. Jetzt beginnen sie mit der Produktion und auf der GDC werden sie noch mehr Dinge ankündigen", so der PC-Hersteller.

Dem Begriff "Steam Machines" schreibt Wasielewski allerdings keine große Bedeutung mehr zu. "Ich denke, das ist so gut wie tot. Die sind wie Wohnzimmer-PCs - das ist die neue Bezeichnung. Wohnzimmer-PCs gibt es schon ewig. Das ist also auch nichts Neues. Aber es sieht so aus, als gebe es eine echte Nachfrage und Unterstützung für Wohnzimmer-PCs".

Kein Standard

In einer Stellungnahme gegenüber Game Informer hieß es von Seiten Valves wiederum, dass man für die GDC "ein Großaufgebot an Steam-Machines" plane - im Rampenlicht der Messe.

Der Grund, weshalb Wasielewski in Steam Machines eine große Bedeutung sieht, ist, dass Valve keine Normen oder Richtlinien vorgegeben hat, die derartige Rechner von konventionellen Klein-PCs unterscheidet. Die bisher von Dritthersteller angekündigten Systeme unterscheiden sich in ihrer Zusammenstellung genauso wie in ihren Designs. Einzige Gemeinsamkeit: Laut Valve müssen die Geräte SteamOS (ein Linux-Derivat) unterstützen und den Steam Controller verwenden - letztendlich nichts anderes als herkömmliche Wohnzimmer-PCs. Zur Ankündigung der Initiative waren noch viele Beobachter davon ausgegangen, dass Steam Machines zur Homogenisierung des Marktes beitragen würden, um die Spielentwicklung und -Optimierung zu vereinfachen. (zw, derStandard.at, 9.1.2015)

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    foto: steam machine / valve
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