Best of 2014: Jaguar, BMW i8, Aston Martin

Ansichtssache9. Jänner 2015, 16:10
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Zweiter Teil eines durch und durch subjektiven Rankings aus der derStandard.at-Autoredaktion. Fortsetzung folgt.

foto: jaguar

Kollege Völker hat eine gute Wahl getroffen. Das muss man schon zugeben. Der 911 Targa etwa war auch bei mir unter den Top Ten, weil es mit ihm das erste Mal klappte. Nein, nicht, was Sie jetzt denken - das Spaßhaben mit einem 911. Als Targa hat sich mir der 911 das erste Mal erschlossen. Aber dem Jaguar F-Type muss er sich doch geschlagen geben. Der Engländer mag nicht ganz so perfekt sein wie der Deutsche, aber er ist noch emotionaler, exotischer, schöner, extravaganter, und es macht so unendlich viel Spaß, ihn zu fahren - egal ob man mit der Katze durch die Häuserschluchten der Stadt streunt oder ob sie auf der Rundstrecke die Krallen ausfährt, dass es einem die Schnurrhaare aufstellt. Dauernd versucht man im F-Type das Lächeln zu unterdrücken, damit man ja richtig kuhl aussieht, falls wer herschaut. Und bei dem Wagen schaut immer jemand.

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foto: gluschitsch

Der Hyundai ix35 FCEV, er stand nicht nur bei mir ganz oben auf der Favoritenliste. Weil der Brennstoffzellen-SUV wie der wahr gewordene Traum der E-Mobilität ist. Reichweite, Lautlosigkeit und Drehmoment treffen in einem SUV aufeinander und mischen sich zu einem unauffälligen, aber stimmigen Ganzen. Aber in der Kategorie alternative Antriebe geht der Pokal dann doch nach Bayern. BMW hat mit dem i8 einen Hybrid-GT auf die schmalen Räder gestellt, der röhrt wie ein Sportwagen oder lautlos und emissionslos fährt - wenn man ihn lässt und der Weg nicht allzu weit ist. Perfektes Design, mutiges Konzept und komplett abgehobener Preis. Das gehört doch irgendwie geehrt, oder?

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foto: gluschitsch

In der Kategorie der Kleinwagen kommt der Polo nur in der Motorisierung, mit der Herr Ogier fährt, aufs persönliche Podesterl, Twingo und Smart aber stehen schon weiter oben. Ich habe mich dennoch entschieden, diese Kategorie auszulassen und mich stattdessen noch einmal an den Aston Martin V8 Vantage N430 zu erinnern. Obwohl Aston Martin sogar einen Kleinwagen im Portfolio hat - denken wir an den Toyota Aygo, den Aston Martin für sich adaptiert hat.

Der N430 hat sich eine ganz besondere Kerbe in mein Autofahrerherz geschlagen. Weil der Brite etwas kann, was der Porsche 918 Hybrid zum Beispiel nicht kann - die Spreu vom Weizen zu trennen. Der N430 lässt dich wissen, dass er eine kundige Hand braucht, wenn er schnell sein soll. Den 918 kann jeder schnell fahren. Einen N430 lehnt ein Übermütiger nur allzu schnell gegen den Baum. Und das spürt man. Und das verlangt nach Konzentration. Und das wiederum begeistert. Mehr als jede öde James-Bond-Assoziation. (Guido Gluschitsch, DER STANDARD, 9.1.2015)

Nachlese

Best of 2014: Porsche 911 Targa, VW Polo, McLaren 650S

Jaguar F-Type Coupé: Die Katze stellt Forderungen

BMW i8: Der Supersport-Hybrid, um den die anderen Kreise fahren

Aston Martin N430: Brachial im Burgenland

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