Cripa: Neues Polizeitool soll Einbruchsrisiko voraussagen

8. Jänner 2015, 16:40
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Projekt unter Federführung von Joanneum Research in der Endphase - Testphase bei Polizei soll bald beginnen

Wissen, wo wann die nächsten Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Häuser verübt werden: Damit wäre der Polizei sehr geholfen. Unter Federführung der Forschungsgesellschaft Joanneum Research in Graz werden derzeit im Rahmen des Projekts Cripa (Crime Predictive Analytics) Methoden erforscht, die derartige Prognosen ermöglichen sollen.

Ab März im Testeinsatz bei Polizei

Das im Oktober 2013 gestartete Projekt läuft nach Angaben von dessen Leiterin Ulrike Kleb bis Ende Juli und soll ab März von der Polizei "im Umfeld des Bundeskriminalamts" getestet werden. "Eine Referenzapplikation wird derzeit von der Firma SynerGIS entwickelt", sagte Kleb.

Das Programm soll auf der Basis von Daten der Polizei errechnen, wo ein besonders hohes Risiko für Haus- und Wohnungseinbrüche besteht. Prognosen seien für mehrere Tage, eventuell sogar für eine Woche möglich, sagte Kleb. Das Risiko soll grafisch dargestellt werden. Damit soll der Polizei ein Tool zur Prävention und zur Ausforschung von Tätern zur Verfügung stehen.

Details noch in Arbeit

Ende Jänner wollen Projektteam und Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BK) laut Kleb Details für die Testphase besprechen. Das BK als "Bedarfsträger" äußerte sich nicht zu dem Thema. "Zum Fortgang des Projektes geben wir derzeit keine Stellungnahme ab", hieß es lediglich, mehr könne man etwa ab der Kalenderwoche fünf - also Ende Jänner, Anfang Februar - sagen, wenn erste Ergebnisse vorlägen.

Auftraggeber des Projekts ist das Österreichische Sicherheitsforschungs-Förderprogramm Kiras, eine Initiative des Ministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Partner sind neben BK und SynerGIS die Universität Salzburg und das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie. (APA, 08.01.2015)

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Cripa

  • Die Prognosen werden von Cripa grafisch aufbereitet und sollen im Idealfall über mehrere Wochen reichen.
    foto: joanneum research

    Die Prognosen werden von Cripa grafisch aufbereitet und sollen im Idealfall über mehrere Wochen reichen.

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