Djuricin ist Salzburger Bulle, Damari steht in Leipzig vor der Tür

8. Jänner 2015, 19:26
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Sturm-Angreifer unterschreibt bis 2018 – Austria-Stürmer bereit zum Wechsel, Vereine aber nicht einig

Marco Djuricin pfeift auf die Insel und wechselt nach Salzburg. Der Sturm-Graz-Angreifer entschied sich gegen einen Wechsel nach Brentford und heuert stattdessen beim Tabellenprimus der Bundesliga an. Der 22-Jährige hat bereits den medizinischen Check absolviert und unterschreibt einen Vertrag bis 2018.

Djuricin traf in der laufenden Saison elfmal in der Liga und sechsmal im Cup für Sturm. Der gebürtige Wiener soll den Grazern die höchste Ablöse seit dem Verkauf von Mario Haas nach Straßburg bescheren. Damals wurden rund drei Millionen Euro in die Vereinskasse gespült. Über die tatsächliche Ablösesumme wurde allerdings keine Angabe gemacht.

Edomwonyi nach Graz

Im Gegenzug verpflichtete Sturm den ablösefreien Nigerianer Bright Edomwonyi, der zuletzt beim Red-Bull-Zweitligaklub Liefering unter Vertrag stand und an Hartberg verliehen war. Der 20-jährige Stürmer sei wie Djuricin eine "Aktie für die Zukunft", sagte Sturm-Generalmanager Gerhard Goldbrich.

Positive Reaktionen in Salzburg

Am Freitag wird Djuricin der Mannschaft vorgestellt und ist auch beim ersten gemeinsamen Training mit dabei. Sportdirektor Ralf Rangnick zeigt sich über den Neuzugang hoch erfreut: "Marco Djuricin gehört zu den besten Stürmern in der österreichischen Bundesliga. Er passt mit seinen Qualitäten sehr gut zu uns und wir freuen uns, dass wir mit ihm einen weiteren jungen und entwicklungsfähigen Spieler für Red Bull Salzburg gewinnen konnten."

Djuricin ist sich bewusst, dass er "noch relativ jung" ist, er möchte aber das Beste aus seiner Karriere machen: "Bei Red Bull Salzburg habe ich die besten Voraussetzungen für mich gefunden. Mir gefällt der Spielstil und auch die offensive, aggressive Spielweise liegt mir sehr. Ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung."

Damari auf dem Weg

Neben dem Transfer von Djuricin kündigt sich auch noch ein weiterer Wechsel ins Imperium des Getränkeherstellers an. Austria-Stürmer Omer Damari nahm laut Sky Sport News am Donnerstag nicht mehr am Training teil. Er selbst soll mit RB Leipzig einig sein, es hapere nur mehr an einer Einigung der beiden Vereine.

Mit seinen acht Bundesliga-Treffern für die Austria und fünf Toren in der EM-Qualifikation machte der Israeli auf sich aufmerksam. Damaris Vertrag bei den Wienern liefe eigentlich noch bis Sommer 2018. Er war erst im Sommer für mehr als eine Million Euro von Hapoel Tel Aviv gekommen.

Austria sucht Verstärkungen

Geht Damari, könnten Philipp Zulechner und Yordi Reyna, derzeit von Salzburg an Grödig verliehen, heiße Kandidaten auf die Nachfolge werden. Zulechner war bereits in seiner Jugend für die Austria tätig, wechselte vor rund einem Jahr von Grödig in die deutsche Bundesliga. Beim SC Freiburg kam er aber nur sporadisch zum Einsatz. (red, derStandard.at, 8.1.2015)

  • Marco Djuricin, für Sturm in Cup und Liga ziemlich treffsicher, gefällt der Spielstil und auch die offensive, aggressive Spielweise der Salzburger.
    foto: apa/ neubauer

    Marco Djuricin, für Sturm in Cup und Liga ziemlich treffsicher, gefällt der Spielstil und auch die offensive, aggressive Spielweise der Salzburger.

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