Jeder dritte Deutsche zahlt für Online-Berichte

8. Jänner 2015, 14:58
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Laut Umfrage werden durchschnittlich 15 Euro im Monat ausgegeben - Zahlungsbereitschaft für Qualitätsjournalismus am höchsten

Berlin - Immer mehr deutsche Internetnutzer zahlen einer Umfrage zufolge für journalistische Online-Angebote. Im vergangenen Jahr habe jeder dritte Internetnutzer für den Zugang zu redaktionellen Inhalten wie Nachrichten, Berichte oder Reportagen Geld ausgegeben, im Durchschnitt 15,10 Euro pro Monat, teilte der IT-Verband Bitkom am Donnerstag unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage mit.

Im Vorjahr hatte erst ein Viertel der Internetnutzer für journalistische Angebote gezahlt. 60 Prozent der Internetnutzer wollen laut Umfrage dagegen kein Geld für journalistische Inhalte im Internet ausgeben. Zwei Drittel von ihnen geben demnach an, dass es ausreichend kostenlose Angebote gebe. Etwa jeder Dritte findet, dass die Qualität keine Bezahlung rechtfertige oder die Angebote zu teuer seien. Jedem Vierten ist demnach das Bezahlen im Internet zu kompliziert. In Deutschland setzt bereits rund ein Drittel der Zeitungsangebote auf ein Bezahlmodelle im Netz. Erst vor wenigen Tagen hatte die "Süddeutsche Zeitung" angekündigt, eine Bezahlschranke zu installieren.

Qualitätsjournalismus punktet

Die Zahlungsbereitschaft ist laut der Umfrage für Qualitätsjournalismus am höchsten. Fast jeder zweite der grundsätzlich zahlungsbereiten Internetnutzer würde vor allem für aufwendige journalistische Formate wie Reportagen, Hintergrundberichte und längere Interviews bezahlen, erklärte Bitkom. 25 Prozent würden am ehesten für investigativ recherchierte Geschichten und Exklusivberichte Geld ausgeben, 12 Prozent für Fachinformationen. (APA, red, 8.1.2015)

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