Neuer Mehrheitseigentümer will rasches Wachstum der Telekom Austria

8. Jänner 2015, 10:53
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Zukäufe realistisch, dafür Kapitalerhöhung denkbar - Markenstrategie wird überdacht

Der mexikanische Telekomriese America Movil ist Mehrheitseigentümer der Telekom Austria. Carlos García Moreno, Finanzchef von America-Movil und Vize-Chef des Telekom-Austria-Aufsichtsrates fordert im "News" Umsatzwachstum der Österreich-Tochter ein. Der Gewinn wachse mit dem Umsatz mit "wenn mann die Kosten im Griff hat".

Verbesserungspotenzial

Die Telekom Austria habe "noch einiges Verbesserungspotenzial. So hohe Abschreibungen wie in Bulgarien erwarten wir nicht. Tatsache ist, dass wir ein sehr schwieriges Jahr hinter uns gebracht haben. Wir werden der Telekom helfen, sich zu verbessern".

Durch die Kapitalerhöhung um eine Mrd. Euro sei die finanzielle Situation des Unternehmens stabilisiert und ein Downgrading durch die Ratingagenturen verhindert worden. Die Milliarde sei "für die Telekom Austria in der derzeitigen Größe und Organisation ausreichend". Sollte es zu Übernahmen kommen, müsse man die Situation neu beurteilen "und auch das Thema Kapitalerhöhung in Erwägung ziehen". Moreno erwartet eine "mehrjährige Konsolidierung" am europäischen Telekom-Markt. "Da wird es sicher die eine oder andere gute Chance auf Zukäufe geben".

Ländermarken infrage gestellt

Moreno stellt die einzelnen Ländermarken der Telekom Austria infrage. Auch America Movil habe nur mehr zwei große Marken, Vodafone oder T-Mobile treten auch nur mit einer internationalen Marke auf. Die Markenfrage soll 2015 geklärt werden. Ziel bleibt, dass die Telekom Austria "führend in Zentral- und Osteuropa" ist und dabei die "exklusive Plattform" für die Expansion von America Movil in diesem Raum darstellt. (APA, 8.1.2015)

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