61-Jährige im Bezirk Baden getötet, Sohn festgenommen

8. Jänner 2015, 13:29
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42-Jähriger ist dringend tatverdächtig – In anderem Fall verhinderte die Polizei ein ähnlich gelagertes Vorhaben

Baden/Hollabrunn - Eine 61-Jährige ist am Dreikönigstag im Bezirk Baden offenbar Opfer einer Gewalttat geworden. Der Sohn (42) will die Tote im Keller ihres Wohnhauses entdeckt haben. Er habe den Ermittlern zufolge die Rettung gerufen. Laut Obduktionsergebnis wies die Frau massive Kopfverletzungen auf, die auf stumpfe Gewalt hindeuteten. Der 42-Jährige wurde als dringend Tatverdächtiger festgenommen.

Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Bisher habe der 42-Jährige geschwiegen, hieß es. Ein Tathergang blieb daher am Donnerstag noch unklar.

Es deute aber sehr viel darauf hin, dass der Mann mit seiner Mutter in Streit geraten und es daraufhin zur Bluttat gekommen sein dürfte. Die schweren Kopfverletzungen führten laut Obduktionsergebnis zum Tod der 61-Jährigen. Die Tageszeitung "Kurier" schrieb von mehreren Schlägen auf den Kopf.

Laut Franz Polzer vom LKA NÖ hatte die Volksschulpädagogin mit ihrem arbeitslosen Sohn in einer Wohnung des Mehrparteienhauses gelebt. Eine Tatwaffe sei noch nicht gefunden worden.

Zugriff in Bezirk Hollabrunn

In einem ähnlich gelagerten Fall ebenfalls in Niederösterreich griff die Exekutive vor einem möglichen Verbrechen zu. Ein 36-Jähriger aus dem Bezirk Hollabrunn hatte am Mittwochabend gedroht, seine Mutter umzubringen. Nach Angaben der Landespolizeidirektion kündigte der stark alkoholisierte Mann sein Vorhaben telefonisch kurz nach 23 Uhr an. Daraufhin umstellten Einsatzkräfte sein Wohnhaus. Dort wurde die Mutter unversehrt aufgefunden, der Mann wurde schließlich im Nachbarhaus festgenommen.

Er hatte laut Polizei eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole bei sich. Als Motiv nannte er persönliche Probleme und dass er arbeitslos sei. Er habe sich von den Beamten erschießen lassen wollen, hieß es. Zum Tatzeitpunkt hatte der Mann 2,24 Promille Alkohol im Blut. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde er einem Arzt vorgeführt und anschließend in das Landesklinikum Hollabrunn eingeliefert. (APA, red, 8.1.2015)

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