Gutes Jahr für Immo-Käufer

7. Jänner 2015, 17:25
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Angebot steigt, Nachfrage stagniert, Preise gehen zurück

Jahrelang hatten potenzielle Abgeber von Häusern und Wohnungen mit dem Verkauf zugewartet - in der Erwartung weiterhin steigender Preise. Die kam nicht von ungefähr: In Wien stiegen die Eigentumspreise von 2009 bis 2013 im Schnitt um jeweils 9,4 Prozent. Im Vorjahr flachten die Steigerungen aber zusehends ab. "Schon im ersten Halbjahr 2014 war mit Ausnahme der Eigentumswohnungen der Anstieg zu Ende", berichtet Bernhard Reikersdorfer, Österreich-Chef des Makler-Netzwerks Remax.

Weil im zweiten Halbjahr auch die Wohnungen schwächelten, werde 2015 "für Käufer und Mieter ein gutes Jahr. Die Zeiten der steigenden Preise sind weitgehend vorbei", erklärte Reikersdorfer am Mittwoch vor Journalisten in Wien.

90.000 Objekte am Markt

In der Bundeshauptstadt stehen aktuell rund 12.000 Eigentumswohnungen zum Verkauf, in ganz Österreich sind es 90.000 Wohnungen und Häuser. Etwas mehr, nämlich 93.000 Objekte, dürften im gesamten Jahr 2014 den Besitzer gewechselt haben - und damit annähernd wieder so viele wie in den Jahren 2010 und 2012. Genaue Zahlen dazu gibt es erst im März nach Auswertung der Grundbuch-Transaktionen.

Remax begleitete im Vorjahr 9200 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 1,15 Milliarden Euro, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem (allerdings schwachen) Jahr 2013.

Unteres Segment stark gefragt

Für heuer erwarten die für den "Remax Real Estate Future Index" befragten Makler in allen Bundesländern (mit Ausnahme der Steiermark, wo es preismäßig eine Seitwärtsbewegung geben soll) Preisrückgänge von im Schnitt 2,3 Prozent. Insbesondere im oberen Wohnsegment soll die Nachfrage demnach spürbar sinken, nämlich um 4,9 Prozent.

Bei nur 0,8 Prozent mehr Angebot sollten die Preise somit um 3,8 Prozent sinken, so das Ergebnis der Befragung von 500 Remax-Maklern. Im unteren Preissegment steigt die Nachfrage hingegen um 5,8 Prozent, das Angebot nur um 1,9 Prozent, was die Preise hier sogar um 0,3 Prozent steigen lassen werde. (Martin Putschögl, DER STANDARD, 8.1.2015)

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