"Cyberjihad": IS-Unterstützer hackt US-Medien

7. Jänner 2015, 14:14
posten

Der Hacker namens "Cyber Caliphate" kaperte Social Media Accounts und teilte sensible Dokumente

Mehrere lokale US-Medienhäuser wurden Opfer eines Cyberangriffs: Ein Hacker soll ihre Computersysteme gehackt und sensible Dokumente gestohlen haben. Anschließend verbreitete er geschützte Informationen über gekaperte Social-Media-Accounts der Nachrichtenseiten. Der Hacker oder die Hacker (womöglichen könnten es auch mehrere Täter sein) nennen sich selbst "Cyber Caliphate", sie geben an, im Auftrag der Terrormiliz "Islamischer Staat" zu handeln.

Details unklar

"Im Namen Allahs wird der Cyberjihad in den USA fortgesetzt werden", so die Hacker auf dem gekaperten Twitter-Konto des Albuquerque Journals. Es ist momentan nicht klar, ob die Hacker tatsächlich in Verbindung zu IS stehen oder lediglich ihre Sympathie für die Gruppe bekunden. Business Insider weist darauf hin, dass das jihadistische Motiv auch ein Ablenkungsmanöver sein könnte.

Behördenrechner geknackt?

Offenbar sind die Täter auch in mehrere Behördenrechner eingedrungen, da sie unter anderem Personalakten und Berichte des FBI weiterverbreiteten. Deren Authentizität wurde aber noch nicht bestätigt. Die Terrormiliz "IS" bildet momentan in Syrien selbst Cyberkrieger aus, ihr Geheimdienst "Das Auge des Kalifat" hatte zuletzt Malware gegen syrische Oppositionelle eingesetzt. (fsc, derStandard.at, 7.1.2015)

  • Auch Terroristen zieht es in den Cyberraum
    foto: reuters/ruvic

    Auch Terroristen zieht es in den Cyberraum

Share if you care.