CES 2015: Ein Rundgang durch die Technikzukunft

7. Jänner 2015, 13:39
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Interessantes, Kurioses und Trends von den Messeständen in Las Vegas

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Einst ein Anhängsel zur Chicago Music Show ist die CES (Consumer Electronics Show) als Technik- und Elektronikmesse kaum noch wegzudenken. Als erste Veranstaltung des Jahres bietet sie Branchenpublikum und Medienvertretern einen ersten Ausblick in die Trends und Produkte der kommenden Monate.

Auch heuer lädt Veranstalter CEA wieder om die Glücksspielmetropole Las Vegas - seit 1998 fixer Standort der Messe -, wo größere und kleinere Unternehmer um Aufmerksamkeit buhlen. Heuer erwartet man 150.000 Besucher bei den Ständen der rund 3.500 Aussteller.

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Ein wichtiges Thema der Messe sind selbstfahrende Autos. Mit dem "Prologue" stellt Audi einen spannenden Konzept-Pkw vor. 687 PS erbringt dieser an Leistung und kann in 3,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Auch die Innenausstattung glänzt mit moderner Technik, die Instrumente verteilen sich auf ein dreiteiliges Touchdisplay.

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Intel mischt zunehmend im Markt für mobile Elektronik mit und steuert auch Hardware bei, die sich in kleinen Robotern und Drohnen einsetzen lässt. In Las Vegas zeigte man einen knopfgroßen Computer namens "Curie" und ließ auch die Spinnen tanzen. Die elektronischen Sechsbeiner wurden von einem Studenten der University of Arizona auff Basis von Intels "Edison"-Plattform gebaut.

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Keine Spinnen, dafür aber zwei Mitarbeiter ließ Kamerahersteller Nikon im Rahmen seines "360 Project" tanzen. Hochauflösende 360-Grad-Aufnahmen, in 5K-Auflösung und auch in Zeitlupe, liefert man mithilfe von 48 Kameras des Modells D750. Man versteht das seit drei Jahren laufende Projekt als Crossover zwischen Fotografie und Bewegtbild.

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Zu den Neuvorstellungen bei Smartphones gehört unter anderem das G Flex 2 von LG. Sein ebenfalls gebogener Vorgänger hatte aufgrund seines enorm großen Displays und mittelmäßiger Hardware nur maue Bewertungen erhalten. Die zweite Generation soll die wichtigsten Kritikpunkte ausmerzen und liefert dementsprechend sehr attraktive Eckdaten.

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Dieser CES-Besucher steht übrigens nicht vor einem Fenster im achten Stock, sondern vor einem 85-Zoll-Fernseher von Sharp, der 8K-Auflösung bietet. Für Otto-Normalverbraucher dürften derlei Geräte auf absehbare Zeit wohl noch zu teuer sein, was aber nicht all zuviel ausmacht. Denn während die extrem hohe Auflösung der Darstellungsqualität bei dieser Bildschirmgröße sichtlich gut tut, fehlt es oberhalb von normalem Full HD (1080p) ohnehin noch dramatisch an Inhalten, die sich die Pixelflut zunutze machen.

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Aus dem Virtual-Reality-Bereich gibt es ebenfalls so manches zu bestaunen. Gaming-Hardware-Hersteller Razer wagt gemeinsam mit Partnern einen interessanten Vorstoß und möchte mit "OSVR" einen gemeinsamen Standard für die Wiedergabe von VR-Inhalten etablieren. Daneben war natürlich - hier zu sehen - auch VR-Primus Oculus in Las Vegas vor Ort und beeindruckte Messebesucher mit einem Prototypen der VR-Brille Rift.

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Auch für die Anwesenheit eines Mannes im Taucheranzug in einem Becken am CES-Gelände gibt es logische Gründe. Es handelt sich um Stig Severinsen, erfolgreicher Freediver und Weltrekord-Inhaber im Luftanhalten. Im Auftrag von Masimo Technology testet er ein an einem Finger angebrachtes Gerät, das seine Vitalzeichen erfasst.

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So manche Prominenz tummelt sich in den Hallen der CES. Am Qualcomm-Stand erheischt hier etwa der einstige Basketballstar Shaqille O‘Neal (Körpergröße: 216 Zentimenter) einen Blick auf ausgestellte Smartwatches.

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Selbstfahrende Autos, die Zweite. Auch Mercedes wartet mit einem futuristisch anmutenden Konzeptauto auf. CES-Besucher durften im luxuriösen Modell F015 probehalber schon einmal Platz nehmen. Mit dabei, quasi als Co-Präsentator: Ein kleiner Roboter, der aussieht wie ein fahrendes Auge. Getauft hat ihn Mercedes ob seiner Fertigkeit, gerade Beobachtetes an die Wand zu projezieren, auf den Namen "Cambot".

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Seit vergangenem Jahr versucht sich Sony an der Wiederbelebung seiner Traditionsmarke "Walkman". Das neueste Modell NW-ZX2 verspricht Unterstützung für zahlreiche Audioformate und will als reiner Musikplayer mit besonders gutem Klang punkten. Freunde der High Fidelity müssen dafür aber tief in die Tasche greifen, denn Sony wird für das Gerät rund 1.200 Euro verlangen.

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Zum Thema "Smart Home" steuert das Unternehmen Roost wiederaufladbare Batterien mit WLAN-Anbindung bei. Sie sind für den Einsatz in konventionellen Rauchmeldern gedacht und können den Nutzer aus der Ferne per Benachrichtigung informieren, wenn dieser Alarm schlägt oder die Energiereserven knapp werden.

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Der große Durchbruch ist bei Heimanwendern noch nicht gelungen, doch in vielen Anwendungsbereichen findet man heute bereits 3D-Drucker. Auch die Küche bleibt von dieser disruptiven Technologie nicht verschont, wie dieser Essensdrucker von XYZprinting beweist. Auf den Markt kommen soll die Maschine für technikaffine Kochlöffelschwinger im dritten Quartal, der Preis steht noch nicht fest. (gpi, derStandard.at, 07.01.2015)

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