Akademikerball: "Offensive gegen Rechts" plant Blockaden im 1. Bezirk

7. Jänner 2015, 12:25
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Demonstration gegen Burschenschafterball am 30. Jänner – Kein Kontakt zu anderen Bündnissen

Wien - Das Bündnis "Offensive gegen Rechts" hat am Mittwoch seine Pläne für die Kundgebung gegen den von der FPÖ in der Wiener Hofburg ausgerichteten Akademikerball am 30. Jänner präsentiert.

Die Demonstration der "Offensive" gegen den Akademikerball (früher Ball des Wiener Burschenschafter-Korporationsrings, WKR) wird wie auch schon im Vorjahr um 17 Uhr beim Schottentor vor der Universität Wien starten. Nach einem Marsch durch die Innenstadt ist für 18.30 Uhr die Abschlusskundgebung auf dem Stephansplatz geplant. Im Anschluss daran (ab 19 Uhr) werden an drei Orten der Innenstadt "Blockadepunkte" eingerichtet, die ebenfalls als Kundgebung angemeldet sind, wie Natascha Strobl von der OGR bei einer Pressekonferenz sagte.

Neben der OGR werden auch andere Bündnisse gegen den Burschenschafterball demonstrieren.

"Ziviler Ungehorsam"

Die "Offensive" rufe dazu auf, "den Ball mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams zu blockieren", hieß es in der Presseaussendung. An den drei Blockadepunkten soll es auch um inhaltliche Anliegen gehen: Bei der Löwelstraße (hinter dem Burgtheater) wird das Thema Antifeminismus im Fokus der öffentlichen Diskussionen stehen. Ein weiterer Blockadepunkt ist am Kohlmarkt (Ecke Graben) angemeldet, dort soll über Rassismus diskutiert werden. Und auf der Freyung, Ecke Schottengasse will die OGR "soziale Ausbeutung" thematisieren.

Insgesamt rechnen die Organisatoren mit etwa 5.000 bis 6.000 Teilnehmern bei ihrer Demonstration am 30. Jänner.

Mit den anderen Bündnissen wie dem NOWKR-Bündnis, das ebenfalls eine Demonstration organisiert (ab 17 Uhr, Start beim Resselpark), habe die Wiener OGR-Demo organisatorisch nichts zu tun, so Strobl: "Wir konzentrieren uns auf uns selbst." Im Anschluss an die von NOWKR organisierte Demonstration war es im Vorjahr zu Sachbeschädigungen in der Innenstadt gekommen. Der "Aktionskonsens" seitens OGR laute jedenfalls: "Keinerlei Eskalation geht von uns aus."

Auch in Linz und Graz sind im Jänner Kundgebungen geplant. Für den 10. Jänner ruft die Plattform "Linz gegen Rechts" zum Protest gegen den Linzer Burschenbundball auf, der im Palais des Kaufmännischen Vereins abgehalten wird. Protestorganisatorin Fiona Kaiser rief unter anderen Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) dazu auf, dem Ball fernzubleiben. In Graz lädt die OGR am 17. Jänner zu einer Demonstration gegen den Grazer Burschenschafterball im Grazer Congress. (APA, 7.1.2015)

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