OPCW-Bericht hält Chlorgaseinsatz in Syrien für weitgehend erwiesen

7. Jänner 2015, 10:06
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Bericht weist keiner Seite Verantwortung zu

Damaskus - Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hält einen Einsatz von Chlorgas bei Angriffen auf drei syrische Ortschaften im vergangenen Jahr für weitgehend erwiesen. Die Vorwürfe ließen sich "mit großer Sicherheit" bestätigen, hieß es in einem am Dienstag im UN-Sicherheitsrat diskutierten OPCW-Untersuchungsbericht.

Welche Konfliktpartei das Gift einsetzte, blieb darin offen. Die Regierung von Staatschef Bashar al-Assad und die gegen sie kämpfenden Rebellen beschuldigen sich gegenseitig.

Untersucht wurden Angriffe ab April auf die nordsyrischen Ortschaften Talmenes, Al-Tamana und Kafr Sita. Zwischen 350 bis 500 Menschen wurden demnach verletzt, mindestens 13 davon starben.

Unter OPCW-Ägide wurde zwar Syriens Chemiewaffenarsenal unschädlich gemacht. Eine Vernichtung von Chlorgas, das vor allem in der Industrie eingesetzt wird, ist jedoch nicht vorgesehen. (APA, 7.1.2014)

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