Mindestens elf Raketenstarts von Kourou geplant

6. Jänner 2015, 17:33
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2015 herrscht Hochbetrieb auf dem Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana

Paris - Der europäische Raketenbetreiber Arianespace will die starke Konkurrenz weiterhin auf Distanz halten. Arianespace bereite nach dem abgelaufenen Rekordjahr auch für 2015 mindestens elf, vielleicht sogar zwölf Starts mit den drei Trägerraketen Ariane 5, Sojus und Vega vor, sagte Arianespace-Chef Stephane Israel am Dienstag in Paris.

500-Satelliten-Schwelle überschritten

Die Auftragsbücher seien gut gefüllt - mit Dutzenden Satellitenstarts in den kommenden Jahren vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus. "Arianespace allein hat im vergangenen Jahr mehr Raketen gestartet als seine drei wesentlichen Konkurrenten zusammen", hob Israel hervor. Mit den insgesamt 23 in Umlaufbahnen gebrachten Satelliten habe das Unternehmen die Schwelle von insgesamt 500 Satelliten übersprungen. Damit zeichne sich ein Rekordumsatz von 1,37 Milliarden Euro für 2014 ab.

Im diesen Jahr werden nach den Angaben des Raketenbetreibers aus Evry bei Paris europäische Kunden einen Schwerpunkt bilden. Neben Galileo-Satelliten für die Europäische Kommission werden dies unter anderen der Wissenschaftssatellit Lisa Pathfinder für die Europäische Weltraumorganisation ESA sowie ein europäischer Wettersatellit sein. Für die Verteidigungsministerien Frankreichs und Italiens soll der militärische Telekommunikationssatellit Sicral 2 gestartet werden.

Problemkind Galileo

Nachdem Galileo-Navigationssatelliten wegen technischer Probleme der Sojus-Oberstufe Ende August in einer falschen Umlaufbahn angekommen waren, muss nach Israels Worten Brüssel jetzt über die Daten für die nächsten Galileo-Starts entscheiden. Besonderen Auftrieb erhalte Arianespace durch die Entscheidung der ESA-Minister vom Dezember, bis 2020 eine marktgerechte neue Trägerrakete Ariane 6 bauen zu lassen. (APA/red, derStandard.at, 6. 1. 2015)

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